Kommunikation mit Sterbenden
تدرّب على الحالةLydia Schmidt, 86 — Hier will ich bleibenKommunikation
Eine gute palliative Begleitung setzt voraus, dass du dich um gelungene Kommunikation bemühst. Alle Beteiligten sollen die Informationen bekommen, die sie brauchen, und zwar so, dass sie sie verstehen. Ebenso wichtig ist, dass der sterbende Mensch und seine Zugehörigen ihre Fragen, Anliegen und Nöte jederzeit äußern können. Mit ihren Themen sollen sie sich gesehen und verstanden fühlen. Als Pflegende bist du immer verfügbar und hast dabei eine Schlüsselrolle.
Darauf achtest du:
- Anbieten, nicht aufdrängen: Häufig sind schwer kranke und sterbende Menschen erleichtert, wenn sie sprechen können: über das Sterben, den Tod und ihre Situation. Das gilt aber nicht für jeden Gesprächspartner und nicht für jede Situation. Der Impuls dazu sollte vom Betroffenen ausgehen.
- Eigene Wahrheit: Jeder Mensch hat seine eigene Wahrheit. In existenziellen Situationen sucht der Mensch eine Sicht auf die Realität, mit der er die Situation bewältigen kann.
- Einheitlich informieren: Manchmal fragen Betroffene verschiedene Teammitglieder dasselbe, um sicherzugehen. Das zeigt große Unsicherheit. Deshalb dürfen keine widersprüchlichen Informationen aus dem Team kommen.
- Klar sprechen: Eine offene, klare Sprache vermeidet Missverständnisse.
- Zeit und Ruhe: Erschöpfte Menschen brauchen Zeit und Ruhe. Beschränk dich auf das Notwendige und lass ihnen Zeit, das Gesagte aufzunehmen und zu reagieren.
In einem weit fortgeschrittenen Sterbeprozess wird das gesprochene Wort weniger wichtig. Betroffene sprechen dann wenig und sehr leise. Informationen können sie nur noch in geringem Maße aufnehmen. Oft zeigen sie nur noch durch minimale Bewegungen von Kopf oder Augen, ob sie zustimmen oder ablehnen. Kann ein Sterbender verbal nicht mehr oder nur eingeschränkt kommunizieren, beobachtest du achtsam Mimik, Gestik, Atmung, Muskeltonus, Blickkontakt, Bewegungsmuster, Reaktionen und paraverbale Lautäußerungen. Ihre Bedeutung schätzt du ein.
Sterben und Tod sind ein natürlicher Teil des Lebens. In der Sterbebegleitung versuchst du weder, den Sterbeprozess zu verlängern, noch, den Tod zu beschleunigen.
Gespräche über das Sterben bietest du an, drängst sie aber nicht auf. Im Team gibt es keine widersprüchlichen Informationen. Kann der Mensch nicht mehr sprechen, achtest du auf Mimik, Gestik, Atmung und Muskeltonus.
اختبر نفسك
Worauf achtest du bei einem Sterbenden, der nicht mehr sprechen kann?
Mimik, Gestik, Atmung, Muskeltonus; Blickkontakt, Bewegungsmuster, Reaktionen; paraverbale Lautäußerungen
Wer sollte den Impuls für ein Gespräch über das Sterben geben?
Gespräche über das Sterben bietest du an, drängst sie aber nicht auf. Im Team gibt es keine widersprüchlichen Informationen. Kann der Mensch nicht mehr sprechen, achtest du auf Mimik, Gestik, Atmung und Muskeltonus.