Positionierung nach Bobath
تدرّب على الحالةHerr Aydın, 77 — der rechte ArmLernangebot Positionierung
Menschen mit einer Hemiplegie werden oft mehrmals am Tag positioniert. Jede Positionierung ist ein Lernangebot, zum Beispiel für den Tast- und den Bewegungssinn. Deshalb ist es genauso wichtig, wie du ihn in die Position bringst, wie die Position selbst. Welche Position du wählst, hängt auch von seinen Wünschen ab, nicht von einem starren Lagerungsplan. Zwischen den Positionen gibt es keine qualitativen Unterschiede. Er sollte viele verschiedene Positionen erfahren.
Allgemein gilt:
- Kopfteil flach, wenn keine Kontraindikation vorliegt. Ein hochgestelltes Kopfteil erhöht den Druck auf das Gesäß und erschwert die Drehung in die Seitenlage.
- Material: gut formbare Kopfkissen, Sofakissen, Handtücher und Decken. Du legst es nah an den Körper, damit es Sicherheit und Stabilität gibt und keine Hohlräume entstehen. Je instabiler der Mensch ist, desto mehr Material braucht er.
- Meist stehst du dabei auf der Seite, die mehr betroffen ist. So kannst du sie unterstützen und einbeziehen.
- Beim Bewegen in eine Position nach dem Bobath-Konzept berücksichtigst du alle nötigen Prophylaxen, zum Beispiel gegen Kontrakturen, Dekubitus, Pneumonie und Thrombose.
Die Positionen:
- Rückenlage (A-Lage): Kopf und Schultergürtel liegen auf Kopfkissen, die in A-Form gelegt sind. Bei Bedarf stützt ein Handtuch das Becken auf der mehr betroffenen Seite, damit das Bein nicht nach außen fällt.
- 90°-Seitenlage auf die mehr betroffene Seite: Sie fördert die Wahrnehmung dieser Seite, und mit der oben liegenden Seite kann der Mensch sich bewegen und Kontakt zur Umwelt aufnehmen. Ist er dekubitusgefährdet, liegt er nicht direkt auf dem Trochanter: Das Becken liegt etwas vor oder hinter 90°. Der mehr betroffene Arm liegt in Außendrehung vor dem Körper.
- 90°-Seitenlage auf der weniger betroffenen Seite: Hier kann er sich weniger bewegen. Sie eignet sich deshalb zum Beispiel für Schlaf- und Ruhephasen.
- Stabiler Sitz im Bett: So nimmt der Mensch aktiv an seiner Umwelt teil. Beim Sitzen im Bett entsteht hoher Druck am Kreuz- und Steißbein. Du kontrollierst dort regelmäßig die Haut.
- Sitzen im Stuhl oder Rollstuhl: Wenn möglich, nimmst du einen Stuhl statt eines Rollstuhls. Die Sitzfläche ist groß und stabil und neigt sich nicht nach hinten. Armlehnen geben Sicherheit. Die Fußsohlen berühren den Boden. Im Rollstuhl entfernst du die Fußstützen, wenn kein Transport ansteht. Der mehr betroffene Arm liegt auf einem Rollstuhltisch.
Die Mobilisation richtet sich immer nach der Belastungsgrenze. Schläft der Mensch im Stuhl ein, bringst du ihn ins Bett. Schlafen im Stuhl fördert einen abnormen Muskeltonus und Fehlhaltungen.
Jede Positionierung ist ein Lernangebot: Kopfteil flach, wenn nichts dagegen spricht, Material nah am Körper, du stehst auf der mehr betroffenen Seite. Die Seitenlage auf die mehr betroffene Seite fördert die Wahrnehmung, die auf die weniger betroffene eignet sich zum Schlafen.
اختبر نفسك
Herr T. möchte schlafen. Auf welche Seite positionierst du ihn, und warum?
auf die weniger betroffene Seite; Dort kann er sich weniger bewegen, die Lage eignet sich für Schlaf- und Ruhephasen.; Die Lage auf der mehr betroffenen Seite fördert dagegen Wahrnehmung und Bewegung.
Welche Seitenlage fördert die Wahrnehmung, welche eignet sich für Ruhephasen, und was gilt allgemein beim Positionieren?
Jede Positionierung ist ein Lernangebot: Kopfteil flach, wenn nichts dagegen spricht, Material nah am Körper, du stehst auf der mehr betroffenen Seite. Die Seitenlage auf die mehr betroffene Seite fördert die Wahrnehmung, die auf die weniger betroffene eignet sich zum Schlafen.