Entstehung der COPD: Rauchen als Risikofaktor
Im Fall übenHerr Becker — das Spray hilft nichtEntstehung der COPD
Mit Abstand der wichtigste Risikofaktor für eine chronische Bronchitis und eine COPD ist das Rauchen. Die meisten Betroffenen rauchen oder haben früher geraucht. Das Risiko steigt sogar durch Passivrauchen. Andere Ursachen sind deutlich seltener: Schadstoffe in der Atemluft wie Feinstaub oder Bergbau, eine gestörte Lungenentwicklung in der Fetalzeit, also vor der Geburt, oder häufige virale Atemwegsinfekte in der Kindheit. Eine Rolle spielen können auch genetische Faktoren, etwa ein α1-Antitrypsin-Mangel oder ein IgA-Mangel.
So entsteht die Erkrankung:
- Chronische Bronchitis: Zunächst reizen und schädigen die Schadstoffe die Schleimhaut, sie ist chronisch entzündet. Die Drüsen bilden vermehrt zähen Schleim. Die Flimmerhärchen verlieren ihre Funktion und können ihn nicht mehr abtransportieren. Typisch ist der „Raucherhusten“ mit Auswurf am Morgen. Wenn jemand das Rauchen in diesem Stadium aufgibt, ist der Zustand reversibel.
- Chronisch-obstruktive Bronchitis: Wird weitergeraucht, bleiben die Atemwege dauerhaft eng. Bemerkbar macht sich diese Obstruktion vor allem beim Ausatmen.
- Lungenemphysem: Langjähriges Rauchen inaktiviert zusätzlich die Antiproteasen in der Lunge, zum Beispiel das α1-Antitrypsin. Dann überwiegen eiweißspaltende Enzyme, die Proteasen. Diese Proteasen können irreversibel das Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen zerstören. Es entstehen große Lufträume, die nicht mehr funktionieren, die Emphysemblasen. Die Lunge ist überbläht, die Fläche für den Gasaustausch drastisch vermindert.
Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor. Wer im Stadium der chronischen Bronchitis aufhört, hat einen reversiblen Zustand. Wer weiterraucht, bekommt dauerhaft enge Atemwege, und es kann ein Lungenemphysem entstehen.
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Wie wird aus einem Raucherhusten eine COPD?
Chronische Bronchitis: Schadstoffe reizen und schädigen die Schleimhaut, es entsteht vermehrt zäher Schleim, die Flimmerhärchen transportieren ihn nicht mehr ab. Raucherhusten mit Auswurf am Morgen. Rauchstopp jetzt: reversibel.; Chronisch-obstruktive Bronchitis: Beim Weiterrauchen bleiben die Atemwege dauerhaft eng, vor allem beim Ausatmen spürbar.; Lungenemphysem: Proteasen können das Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen zerstören, und zwar irreversibel. Große, funktionslose Lufträume, überblähte Lunge, viel weniger Fläche für den Gasaustausch.
Was ist der wichtigste Risikofaktor für eine COPD, und bis zu welchem Stadium ist sie noch reversibel?
Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor. Wer im Stadium der chronischen Bronchitis aufhört, hat einen reversiblen Zustand. Wer weiterraucht, bekommt dauerhaft enge Atemwege, und es kann ein Lungenemphysem entstehen.