SAPV, Hospiz und Palliativstation
Im Fall übenLydia Schmidt, 86 — Hier will ich bleibenVersorgungsangebote
Sterbende werden überall dort begleitet, wo Menschen leben, und nicht nur in spezialisierten Einrichtungen: zu Hause, in Kliniken und in Einrichtungen der stationären Langzeitpflege. Dafür gibt es allgemeine und spezialisierte Angebote.
Allgemeine Angebote:
- Hospizgruppe, Hospizinitiative: rein ehrenamtlich organisiert, ausschließlich dafür da, Betroffene und Zugehörige zu unterstützen
- Hospizverein, Hospizdienst: mindestens eine hauptamtliche Koordinationskraft und qualifizierte Ehrenamtliche (Hospizbegleiter); Schwerpunkt ist die psychosoziale Begleitung
- Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst: beschäftigt zusätzlich hauptamtlich Pflegefachpersonen mit Weiterbildung Palliative Care. Sie beraten zu allen palliativpflegerischen und palliativmedizinischen Themen.
Angebote der spezialisierten Versorgung:
- Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV): multiprofessionelle, spezialisierte Teams für Menschen, deren Symptomlasten so komplex und aufwändig sind, dass die allgemeine Regelversorgung für sie nicht mehr ausreicht. Haus- oder Klinikarzt können sie verordnen. Erbracht werden kann sie zu Hause oder in stationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheim, Hospiz).
- Stationäres Hospiz: eine kleine familiäre Pflegeeinrichtung, unabhängig von Krankenhaus und Pflegeheim. Hier werden Menschen versorgt und begleitet, die keinen Krankenhausaufenthalt brauchen und deren häusliche Versorgung nicht ausreichend gesichert werden kann. Ärztlich versorgen sie in der Regel niedergelassene Ärzte.
- Palliativstation: eine eigenständige, spezialisierte Station im Krankenhaus für schwerst kranke und sterbende Menschen, die eine Krankenhausbehandlung brauchen. Ziel ist, falls möglich, die Krankheitssituation zu verbessern oder zu stabilisieren und den Menschen danach zu entlassen: in ein Hospiz, in ein Pflegeheim oder nach Hause.
- Palliativmedizinischer Konsiliardienst: Ein Team wird in der Klinik hinzugezogen, wenn ein schwerst kranker Mensch nicht auf der Palliativstation liegt. Meist gehören Ärzte und Pflegende mit palliativer Weiterbildung und Erfahrung dazu. Die Tätigkeit ist weitgehend beratend.
Die SAPV ist für Menschen mit so komplexen Symptomlasten, dass die allgemeine Regelversorgung nicht mehr reicht. Sie kann zu Hause oder im Pflegeheim erbracht werden. Ins stationäre Hospiz kommen Menschen, deren Versorgung zu Hause nicht gesichert werden kann und die kein Krankenhaus brauchen.
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Worin unterscheiden sich Palliativstation und stationäres Hospiz?
Palliativstation: im Krankenhaus, für Menschen, die eine Krankenhausbehandlung brauchen; Ziel ist, falls möglich, Stabilisierung und Entlassung; Stationäres Hospiz: unabhängige, kleine Einrichtung für Menschen, die keinen Krankenhausaufenthalt brauchen und deren Versorgung zu Hause nicht gesichert werden kann
Wann kommt die SAPV in Frage, wann ein stationäres Hospiz?
Die SAPV ist für Menschen mit so komplexen Symptomlasten, dass die allgemeine Regelversorgung nicht mehr reicht. Sie kann zu Hause oder im Pflegeheim erbracht werden. Ins stationäre Hospiz kommen Menschen, deren Versorgung zu Hause nicht gesichert werden kann und die kein Krankenhaus brauchen.