Herz-Kreislauf-Stillstand erkennen
Im Fall übenHerr Wagner — Reanimation auf NormalstationHerz-Kreislauf-Stillstand erkennen
Zwei Fragen entscheiden alles, beide beantwortest du in Sekunden:
- Wacht er auf, wenn du ihn ansprichst und rüttelst?
- Und hebt sich sein Brustkorb ruhig und regelmäßig?
Bleibt beides aus, behandelst du ihn als Herz-Kreislauf-Stillstand.
Der Haken liegt genau bei der Atmung: Kurz nachdem der Kreislauf steht, ringt der Körper oft noch nach einzelnen, ruckartigen Atemzügen mit langen Pausen: der Schnappatmung. Sie wirkt wie ein letztes bisschen Leben, ist aber das Gegenteil: ein Zeichen, dass der Kreislauf bereits steht. Wer sie für Atmung hält, verliert die wichtigsten Minuten.
Und wenn er krampft? Kurzzeitige Krämpfe kann es auch zu Beginn eines Kreislaufstillstands geben. Sobald sie aufhören, beurteilst du die Atmung.
Und der Puls? Das Tasten ist erfahrenen Pflegefachpersonen vorbehalten. Und auch dann nur zeitgleich zur Atemkontrolle und höchstens zehn Sekunden lang, denn selbst geübte Hände liegen dabei oft daneben. Verschenk dafür keine extra Zeit: Bleiben Reaktion und normale Atmung aus, wird sofort reanimiert. Dieses Erkennen ist Glied 1 der Rettungskette:
- Erkennen
- Alarmieren
- Drücken
- Defibrillator
Keine Reaktion und kein ruhiges, gleichmäßiges Atmen: Mehr brauchst du nicht, um zu handeln. Schnappen ist kein Atmen.
Teste dich selbst
Herr Wagner reagiert nicht und schnappt nur nach Luft. Handeln oder warten?
Handeln. Keine Reaktion + kein ruhiges, gleichmäßiges Atmen = Herz-Kreislauf-Stillstand. Schnappen ist kein Atmen. Keine extra Zeit fürs Pulstasten. Direkt in die Rettungskette.
Woran erkennst du den Kreislauf-Stillstand? Und was gilt bei Schnappatmung?
Keine Reaktion und kein ruhiges, gleichmäßiges Atmen: Mehr brauchst du nicht, um zu handeln. Schnappen ist kein Atmen.