Kommunikation mit Menschen mit Demenz
Vakada çalışFrau Hartmann, 80 — die Zettel in der KücheKommunikation
Das Gespräch mit einem Menschen mit Demenz ist manchmal eine Herausforderung. Gesprochene Worte bedeuten ihm weniger, und er erkennt Zusammenhänge nicht mehr. Diese Hinweise helfen dir:
- Sich zentrieren: Prüfe vor der Begegnung deine eigene Gefühlslage. Negative Empfindungen schüttelst du vorher ab. Bist du gestresst, aufgeregt oder verärgert, geht diese Stimmung unbewusst auf ihn über. Dafür sind Menschen mit Demenz sehr empfänglich, deuten die Stimmung aber schwer „richtig“ und reagieren unter Umständen negativ. Ärger oder Aussagen nimmst du nicht persönlich.
- Blickkontakt aufnehmen: Bevor du ein Gespräch beginnst, baust du Blickkontakt auf. Dafür gehst du gegebenenfalls in die Hocke oder nimmst dir einen Stuhl. Sprichst du ihn von hinten, von oben oder aus der Entfernung an, nimmt er dich vielleicht nicht wahr oder erschrickt. Eine Ansprache auf Augenhöhe vermittelt Wertschätzung.
- Über den Körper sprechen: Eine leichte Berührung, zum Beispiel an der Hand oder am Arm, signalisiert: „Ich bin da.“ Wirkt sie ihm unangenehm, beendest du sie. Für Berührungen an Gesicht oder Schulter braucht es Vertrauen. Je eingeschränkter sein verbaler Ausdruck ist, desto mehr achtest du auf seine nonverbale Kommunikation: Mimik, Gestik, Körperhaltung. Auch deine eigene Mimik und Gestik stimmen mit deinen Worten überein.
- Über die Biografie einen Zugang finden: Kennst du seine Lebensgeschichte, kannst du sein Verhalten darauf beziehen, leichter interpretieren und verständnisvoller reagieren. Wer in Süddeutschland aufgewachsen ist, reagiert vielleicht nicht auf „Guten Tag“, wohl aber auf „Grüß Gott“.
- Sich kurzfassen: Du sprichst in einfachen, kurzen Sätzen, ohne zu viele Informationen in einem Satz. Du beachtest die verlängerte Reaktionszeit.
- Geschlossene Fragen stellen: Entscheidungen fallen einem Menschen mit Demenz schwer. Statt „Wollen Sie den grünen oder den gelben Pullover?“ fragst du: „Wollen Sie den grünen Pullover?“ Erst mit der nächsten Frage bietest du, wenn nötig, eine andere Möglichkeit an. Nach dem Warum fragst du nicht.
- Wertschätzung zeigen: Du akzeptierst die Realität, die er erlebt, und korrigierst seine Aussagen nicht.
- Kontakt beenden: Du sagst ihm, dass du gehen musst, gibst ihm zum Beispiel die Hand und vergrößerst langsam die Distanz. Verlässt du während einer Pflegetätigkeit den Raum, sagst du es ihm und auch, dass du wiederkommst.
Auf ein „Warum“ hat ein Mensch mit Demenz meist keine Antwort mehr. Mit der Frage stößt du ihn auf seine Erkrankung oder auf das, was er nicht mehr kann. Er reagiert darauf gefühlsmäßig, etwa mit Angst, Scham, Traurigkeit, Ärger, Niedergeschlagenheit oder Abneigung. Das kann sich in herausforderndem Verhalten zeigen.
Erst zentrieren, dann Blickkontakt auf Augenhöhe. Kurze Sätze, geschlossene Fragen, kein Warum. Seine Realität akzeptieren und nicht korrigieren, den Kontakt deutlich beenden.
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Warum sprichst du einen Menschen mit Demenz nicht von hinten an?
Er nimmt dich vielleicht nicht wahr oder erschrickt.; Eine Ansprache auf Augenhöhe vermittelt Wertschätzung.
Wie fragst du einen Menschen mit Demenz, was er anziehen möchte, und warum so?
Erst zentrieren, dann Blickkontakt auf Augenhöhe. Kurze Sätze, geschlossene Fragen, kein Warum. Seine Realität akzeptieren und nicht korrigieren, den Kontakt deutlich beenden.