Schmerzen bei Demenz erfassen: BESD
Vakada çalışFrau Hartmann, 81 — seit gestern Abend andersSchmerzerfassung bei kognitiver Beeinträchtigung
Schmerzen zu erfassen, ist besonders anspruchsvoll, wenn ein Mensch kognitiv beeinträchtigt ist. Oft kann er sich nicht hinreichend verbal äußern. Deshalb beobachtest du ihn besonders genau auf mögliche Schmerzzeichen.
Der Grundsatz Selbsteinschätzung vor Fremdeinschätzung gilt auch hier. Wer nur leicht bis mittel beeinträchtigt ist, kann oft noch die Verbale Ratingskala (VRS) anwenden. In der stationären Altenpflege zum Beispiel sollte vor der Schmerzeinschätzung zuerst der kognitive Status geprüft werden, etwa mit dem Mini-Mental-State-Test (MMSE).
Im fortgeschrittenen Stadium kann ein Mensch mit Demenz seine Schmerzen, Gefühle und Empfindungen nicht mehr äußern. Dann ist eine Fremdeinschätzung nötig. Dafür gibt es spezielle Instrumente, die nur für Menschen mit Demenz geeignet sind, zum Beispiel die Beobachtungsskala BESD der Deutschen Schmerzgesellschaft. Ihr Name steht für „Beurteilung von Schmerzen bei Demenz“. Sie schätzt den Schmerz anhand dieser Merkmale ein:
- Atmung
- negative Lautäußerung
- Gesichtsausdruck
- Körpersprache
- Trost: die Fähigkeit, sich trösten zu lassen
Damit die Aussagen korrekt sind, beobachtest du den Menschen und sein Verhalten gezielt.
Auch bei kognitiver Beeinträchtigung gilt: Selbsteinschätzung vor Fremdeinschätzung. Kann sich ein Mensch mit Demenz nicht mehr äußern, schätzt du den Schmerz mit der BESD ein.
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Welche fünf Merkmale beobachtest du mit der BESD?
Atmung; negative Lautäußerung; Gesichtsausdruck; Körpersprache; Trost: ob er sich trösten lässt
Wie schätzt du den Schmerz eines Menschen mit fortgeschrittener Demenz ein?
Auch bei kognitiver Beeinträchtigung gilt: Selbsteinschätzung vor Fremdeinschätzung. Kann sich ein Mensch mit Demenz nicht mehr äußern, schätzt du den Schmerz mit der BESD ein.