Atemrhythmus und Atemqualität

Vakada çalışHerr Al-Khatib — der Morgen nach der OP
Bakım bilgisi

Atemqualität und Atemrhythmus

Herr D. hatte gestern eine Bauch-OP. Er atmet schnell und flach und hält sich den Bauch.

Atemfrequenz und Atemtiefe bestimmen zusammen, wie viel Luft ein Mensch insgesamt atmet. Bei der Vitalzeichenkontrolle schätzt du an den Atembewegungen ungefähr ab, ob er flach, normal oder besonders tief atmet.

  • Flach und langsam: Bei flacher Atmung erkennst du die Atembewegungen nur mit Mühe. Atmet der Mensch flach und zugleich langsam, wird Kohlenstoffdioxid unter Umständen nicht ausreichend abgeatmet. Dann ist eine Blutgasanalyse notwendig. Bei extrem flacher Atmung wird nur noch der Totraum belüftet, also nur noch der Teil der Atemwege, in dem kein Gasaustausch stattfindet. Atmet der Mensch nur noch in den Totraum, kommt das einem Atemstillstand gleich.
  • Flach und schnell: Das spricht für eine schmerzbedingte Schonatmung, zum Beispiel nach Operationen an Brust oder Bauch, bei Lungenentzündung, Lungenembolie, Rippenverletzungen oder nach Herzdruckmassage. Die Lunge wird dabei nicht ausreichend belüftet. Sie ist deshalb durch Atelektasen und Pneumonie gefährdet. Atemunterstützende Maßnahmen sind hier angezeigt.
  • Vertieft: Bei einer Tachypnoe atmet der Mensch oft auch tiefer. So steigert er das Atemvolumen zusätzlich. Die Kußmaul-Atmung, auch Azidose-Atmung, ist eine Sonderform der vertieften Atmung. Sie tritt auf, wenn das arterielle Blut übersäuert ist (Azidose), zum Beispiel bei einer Ketoazidose bei Diabetes mellitus Typ 1. Der Mensch atmet regelmäßig und sehr tief. So atmet er möglichst viel Kohlenstoffdioxid ab. Seine Atemfrequenz kann dabei normal, leicht erhöht oder erniedrigt sein.
  • Hyperventilation: Der Mensch atmet mehr, als er für den Gasaustausch braucht, zum Beispiel bei einer Panikattacke. Ob es eine Hyperventilation oder eine Azidose-Atmung ist, unterscheidet sicher nur eine Blutgasanalyse.
Flache, langsame Atmung überwachen

In sehr hohen Konzentrationen dämpft Kohlenstoffdioxid das Atemzentrum. Atmet ein Mensch flach und langsam, überwachst du seine Atmung deshalb mindestens, bis sich die Atmung bessert oder die Werte der Blutgasanalyse bekannt sind.

Auch die Hautfarbe sagt etwas über die Atemqualität. Eine bläuliche Verfärbung von Haut (vor allem um den Mund), Schleimhäuten und Nägeln heißt Zyanose. Sie kann ein Hinweis darauf sein, dass der Sauerstoffgehalt im Blut vermindert ist. Den Sauerstoffmangel erkennst du bei Neugeborenen und Säuglingen unter anderem an einem Mund-Nasen-Dreieck, das livide-gräulich ist. Bei Menschen mit dunkler Hautfarbe erkennst du eine Zyanose zum Beispiel an der Mundschleimhaut.

Veränderungen des Atemrhythmus haben meist ein typisches Muster mit Atempausen:

  • Schlafapnoe: Atempausen im Schlaf, die länger als 10 Sekunden dauern. Ursache sind meist verengte Atemwege. Besonders häufig betroffen sind übergewichtige Männer, die schnarchen. Kurze Aufweckreaktionen stören den Schlafrhythmus, tagsüber ist der Mensch müde. Beobachtest du solche Reaktionen, solltest du den Arzt informieren, der zuständig ist.
  • Cheyne-Stokes-Atmung: Die Atemzüge werden immer flacher. Nach einer Atempause, manchmal länger als 10 Sekunden, werden sie wieder tiefer. In der Regel ist sie das Zeichen einer lebensbedrohlichen Störung des Atemzentrums. Viele Sterbende atmen kurz vor dem Tod so, häufig auch Menschen mit schwerer Herzinsuffizienz.
  • Biot-Atmung: ähnlich wie Cheyne-Stokes, aber die Atempausen sind viel unregelmäßiger und die Atemtiefe schwankt. Auch sie zeigt eine Störung des Atemzentrums an, zum Beispiel bei Frühgeborenen oder bei erhöhtem Hirndruck.
Pratik kural

Flach und schnell spricht für eine Schonatmung: Die Lunge ist dann durch Atelektasen und Pneumonie gefährdet. Flach und langsam braucht eine Blutgasanalyse, und du überwachst die Atmung, bis die Werte bekannt sind oder sie sich bessert.

Kendini test et

Herr D. atmet am Tag nach einer Bauch-OP schnell und flach. Was vermutest du, und was ist die Gefahr?

schmerzbedingte Schonatmung; die Lunge wird nicht ausreichend belüftet; Gefahr: Atelektasen und Pneumonie; atemunterstützende Maßnahmen sind angezeigt

Was bedeutet eine flache, schnelle Atmung, und was tust du bei flacher, langsamer Atmung?

Flach und schnell spricht für eine Schonatmung: Die Lunge ist dann durch Atelektasen und Pneumonie gefährdet. Flach und langsam braucht eine Blutgasanalyse, und du überwachst die Atmung, bis die Werte bekannt sind oder sie sich bessert.

Vakada çalışHerr Al-Khatib — der Morgen nach der OP