Temperaturregulation: Hypothalamus und Wärmeabgabe

Vakada çalışHerr Al-Khatib — Schüttelfrost am zweiten Tag
Bakım bilgisi

Physiologische Grundlagen der Körpertemperatur

Frau T. liegt unter zwei Decken und zittert. Ihre Hände sind kalt.

Lebenswichtig ist eine relativ konstante Körperkerntemperatur von etwa 37 °C. Viele Stoffwechselvorgänge können unter 35 °C und über 41 °C nicht mehr ablaufen. Die Haut und die Extremitäten gehören zur Körperschale. Bei normaler Raumtemperatur ist es dort meist deutlich kühler. In heißer Umgebung kann die Schale aber auch über 37 °C warm werden.

Das Regelzentrum der Thermoregulation ist der Hypothalamus. Thermorezeptoren im ganzen Körper melden ihm die Temperatur. Er vergleicht diesen Istwert mit dem Sollwert. Weichen beide voneinander ab, steuert er gegen. Die Körperkerntemperatur bleibt konstant, wenn Wärmeproduktion und Wärmeaufnahme zusammen genauso groß sind wie die Wärmeabgabe.

  • Istwert unter dem Sollwert: Der Körper produziert mehr Wärme. Er steigert zum Beispiel den Stoffwechsel der inneren Organe, und die Muskeln arbeiten durch Zittern. Gleichzeitig gibt er weniger Wärme ab, zum Beispiel weil die Haut weniger durchblutet wird.
  • Istwert über dem Sollwert: Der Körper gibt mehr Wärme ab, zum Beispiel weil Hautdurchblutung und Schweißproduktion steigen.

Neugeborene haben noch keine voll ausgeprägte Thermoregulation. Durch Kältezittern können sie noch keine Wärme bilden und noch nicht durch Schwitzen Wärme abgeben. Wärme gewinnen sie, indem sie braunes Fettgewebe abbauen, das vor allem an Nacken und Brust liegt. Vor allem bei kleinen Kindern kann bei mangelnder Flüssigkeitszufuhr (Exsikkose) Fieber entstehen, das sogenannte Durstfieber.

Bei älteren Menschen kann die Temperaturregulation öfter gestört sein. Die peripheren Blutgefäße sind weniger elastisch. Außerdem bewegen sie sich weniger und essen weniger, und auch das kann die Thermoregulation beeinflussen.

Fieber

Mit Fieber reagiert der Körper auf Infektions-, Tumor- oder Autoimmunkrankheiten. Der Hypothalamus stellt dabei den Sollwert der Körperkerntemperatur höher. Der Istwert ist dann zu niedrig, und der Körper erhöht ihn durch Wärmeproduktion. Bei höherer Temperatur arbeiten die Zellen des Immunsystems schneller, und die Immunantwort wird dadurch besser.

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Der Hypothalamus vergleicht den Istwert mit dem Sollwert und steuert gegen. Bei Fieber stellt er den Sollwert höher, deshalb friert der Mensch zuerst und bildet Wärme.

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Wie reagiert der Körper, wenn der Istwert der Temperatur unter dem Sollwert liegt?

mehr Wärmeproduktion: Stoffwechsel der inneren Organe steigt, Muskelzittern; weniger Wärmeabgabe: die Haut wird weniger durchblutet

Was passiert im Hypothalamus bei Fieber, und warum friert der Mensch zuerst?

Der Hypothalamus vergleicht den Istwert mit dem Sollwert und steuert gegen. Bei Fieber stellt er den Sollwert höher, deshalb friert der Mensch zuerst und bildet Wärme.

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