Umgang mit Menschen mit Demenz im Alltag
تدرّب على الحالةFrau Hartmann, 80 — der Tag des EinzugsHinweise zum Umgang
Ein Mensch mit Demenz braucht mehr pflegerische Betreuung und mehr Aufmerksamkeit als andere Pflegeempfänger. Du bist geduldig und lässt ihn Zuwendung spüren. Das kostet nicht zwangsläufig mehr Zeit. Oft ist schon viel gewonnen, wenn du Ruhe ausstrahlst und den Menschen in Entscheidungen einbeziehst. Er muss dein Wohlwollen und deine Akzeptanz spüren, denn Menschen mit Demenz sind oft sehr empfindsam und empfänglich für die Gefühle anderer. Mit deinem Verhalten gibst du ihm emotionale Sicherheit, auf die er in seiner Orientierungslosigkeit angewiesen ist.
Im täglichen Umgang ist wichtig:
- gewohnte Rituale beachten, zum Beispiel frühes Aufstehen oder die Banane zum Frühstück
- einen biografischen Bezug herstellen, zum Beispiel seine berufliche Vergangenheit im Gespräch erwähnen
- ehrlich und verlässlich sein
- Geborgenheit vermitteln, zum Beispiel durch ein Foto auf dem Nachttisch
- Begleitung organisieren, zum Beispiel durch ehrenamtliche Mitarbeiter
- gemeinsame Wartezeiten nutzen, um Rituale, Interessen und Lieblingsthemen anzusprechen
- Unterstützung geben, zum Beispiel bei Bedarf Nahrung mundgerecht zerkleinern
- Angehörige einbeziehen
- bereichsübergreifend denken und zum Beispiel ehrenamtliche Mitarbeiter, soziale Dienste oder die Krankenhausseelsorge hinzuziehen
- Ressourcen erhalten und fördern, zum Beispiel Orientierung geben, damit er weiter selbstständig zur Toilette geht
Außerdem gilt: Ein Mensch mit Demenz kann sich nicht „zusammenreißen“. Du nutzt seine verbliebenen Fähigkeiten, ohne ihn zu überfordern, denn Überforderung führt häufig zu Ängsten und Aggression. Du vermeidest Machtkämpfe, unnötigen Streit und sinnlose Diskussionen. Bei störendem und gefährlichem Verhalten lenkst du ihn sanft um oder ab. Du vermeidest übermäßige Verbote und Kontrollen, denn er erlebt ständig Zurückweisungen und Grenzen. Besser machst du weitere Vorschläge oder gibst ihm andere Wahlmöglichkeiten.
Ruhe ausstrahlen und ihn in Entscheidungen einbeziehen gibt ihm emotionale Sicherheit. Rituale beachten, biografisch anknüpfen, ehrlich und verlässlich sein. Überforderung vermeiden, denn sie führt häufig zu Ängsten und Aggression.
اختبر نفسك
Was tust du bei störendem und gefährlichem Verhalten eines Menschen mit Demenz, statt zu verbieten?
sanft umlenken oder ablenken; weitere Vorschläge machen oder andere Wahlmöglichkeiten geben; übermäßige Kontrollen und Verbote vermeiden
Womit gibst du einem Menschen mit Demenz im Alltag emotionale Sicherheit?
Ruhe ausstrahlen und ihn in Entscheidungen einbeziehen gibt ihm emotionale Sicherheit. Rituale beachten, biografisch anknüpfen, ehrlich und verlässlich sein. Überforderung vermeiden, denn sie führt häufig zu Ängsten und Aggression.