COPD: Schulung, Impfung, Überleitung

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Pflege-Wissen

Schulung, Impfung, Überleitung

„Wie das Spray geht, hat mir die Ärztin doch gezeigt“, sagt Herr B. „Wozu brauche ich noch eine Schulung?“

Einweisung und Schulung sind zwei verschiedene Dinge. Die Instruktion weist nur in die Inhalationstechnik und in das Gerät ein, das gerade verordnet ist. Sie ersetzt die Schulung nicht.

  • Allen Menschen mit COPD soll ein strukturiertes, evaluiertes und auf ihre Zielgruppe zugeschnittenes Schulungsprogramm empfohlen und vermittelt werden. Die Behandelnden sollen regelhaft zur Teilnahme motivieren.
  • Nachschulungen sollen bei Bedarf angeboten werden. Einen Bedarf zeigen zum Beispiel Fehler bei den Medikamenten, beim Inhalieren oder im Umgang mit Atemnot. Wenn Inhalte nicht regelmäßig aufgefrischt werden, besteht die Gefahr, dass sie wieder vergessen werden.
  • Wichtige Inhalte einer Schulung sind zum Beispiel, die eigene Erkrankung selbst zu kontrollieren und geeignete Selbsthilfemaßnahmen zu erlernen.
  • Dazu gehört auch, schädigende Einflüsse beim Einatmen zu kennen und zu meiden: vor allem das Rauchen, aber auch Kälte, Nebel und trockene Luft. Diese Einflüsse können die Obstruktion verstärken.

Infektionen vorbeugen: Atemwegsinfektionen können die Atmung akut und drastisch verschlechtern. Menschen mit COPD sollen Impfungen nach den aktuellen Empfehlungen der STIKO angeboten werden. Unabhängig vom Schweregrad gehören die Grippe- und die Pneumokokkenimpfung dazu. Du erklärst ihm, dass er sich mit einer regelmäßigen Impfung gegen Grippe vor einer Exazerbation schützen kann.

Peak-Flow und DMP: Regelmäßige Peak-Flow-Messungen helfen bei der Verlaufskontrolle. Der Peak Flow ist der maximale Exspirationsfluss. Unter Umständen zeigt die Messung eine Verschlechterung an, bevor der Mensch sie selbst spürt. Du leitest ihn an, die Werte mehrmals täglich mit einem Peak-Flow-Messgerät zu bestimmen und zu dokumentieren, am besten in einem Tagebuch. Seine Bestwerte hat er vorher mit einem Arzt bestimmt. Weichen die Werte deutlich davon ab, weist das auf eine zunehmende Obstruktion hin. In einem Disease-Management-Programm (DMP), das die Krankenkassen finanzieren, bekommt er unter anderem Informationsbroschüren, telefonische Beratung und Schulungen. An notwendige Arztbesuche wird er automatisch erinnert. Wer teilnehmen möchte, sollte den weiterbehandelnden Arzt darauf ansprechen, zum Beispiel den Hausarzt. Spezielle Schulungen und Selbsthilfegruppen können helfen, die Compliance zu erhöhen.

Vor der Entlassung stellst du die Pflegeüberleitung sicher. So wird der Mensch auch in seiner häuslichen Umgebung angeleitet und geschult.

Faustregel

Eine Einweisung ins Gerät ersetzt keine Schulung. Grippe- und Pneumokokkenimpfung werden nach STIKO angeboten.

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Instruktion, Schulung, Impfung: Was bekommt ein Mensch mit COPD?

Instruktion = Einweisung in Inhalationstechnik und aktuelles Gerät; ersetzt die Schulung nicht.; Schulungsprogramm für alle: strukturiert, evaluiert, zielgruppenspezifisch; Nachschulung bei Bedarf.; Impfungen nach STIKO, darunter Grippe und Pneumokokken; eine regelmäßige Grippeimpfung kann vor einer Exazerbation schützen.; Pflegeüberleitung sicherstellen, damit Anleitung und Schulung zu Hause weitergehen.

Warum ersetzt die Einweisung ins Inhalationsgerät keine Schulung, und welche Impfungen werden angeboten?

Eine Einweisung ins Gerät ersetzt keine Schulung. Grippe- und Pneumokokkenimpfung werden nach STIKO angeboten.

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