Diabetes: Folgeerkrankungen

Im Fall übenMurat Aydın, 49 — die Diagnose
Pflege-Wissen

Folgeerkrankungen

Herr W. hat seit 20 Jahren Diabetes. In seiner Akte stehen: Herzinfarkt, Dialyse-Shunt geplant, Laserbehandlung beider Augen.

Je länger und je ausgeprägter der Blutzucker erhöht ist, umso eher treten Folgeerkrankungen auf. Geschädigt werden durch einen chronisch erhöhten Blutzucker vor allem die Nerven sowie die kleinen und großen Arterien:

  • Diabetische Makroangiopathie: Arteriosklerose der großen und mittleren Blutgefäße. Folgen sind koronare Herzkrankheit (KHK), Schlaganfall und periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK).
  • Diabetische Retinopathie: Schäden an der Netzhaut, eine häufige Ursache für Erblindung.
  • Diabetische Nephropathie: Schäden an den Nieren. Für Niereninsuffizienz und Nierenversagen sind sie eine häufige Ursache.
  • Diabetische Neuropathie: meist als Polyneuropathie.

Retinopathie und Nephropathie entstehen durch Schäden an den kleinen Blutgefäßen, vor allem an den Kapillaren (Mikroangiopathie).

Bei der Neuropathie zeigen sich Schäden an sensorischen und motorischen Nerven vor allem an den Füßen. Zuerst zeigen sich Taubheitsgefühle, Kribbeln, Kältegefühle und Schmerzen. Später können Lähmungserscheinungen hinzukommen. Auch Fußdeformitäten sind möglich, z. B. Krallenzehen oder ein Charcotfuß (schmerzlose Brüche des Mittelfußes). Schäden an autonomen Nerven stören Organe, z. B. Störungen der Magen- und Blasenentleerung, Blutdruckabfall im Stehen, erhöhte Herzfrequenz in Ruhe, Erektionsprobleme.

Stummer Herzinfarkt

Die koronare Herzkrankheit verläuft bei Menschen mit Diabetes häufig ohne warnende Schmerzen. Bei Übelkeit oder Druckgefühl im Magen solltest du an einen stummen Herzinfarkt denken.

Faustregel

Ein chronisch erhöhter Blutzucker schädigt große Gefäße (KHK, Schlaganfall, pAVK), kleine Gefäße (Retinopathie, Nephropathie) und Nerven (Polyneuropathie). Je länger und ausgeprägter, desto eher.

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Was sind erste Anzeichen einer diabetischen Neuropathie an den Füßen?

Kribbeln; Taubheitsgefühle; Schmerzen; Kältegefühle Später können Lähmungserscheinungen hinzukommen.

Welche Folgeerkrankungen des Diabetes betreffen die kleinen Blutgefäße?

Ein chronisch erhöhter Blutzucker schädigt große Gefäße (KHK, Schlaganfall, pAVK), kleine Gefäße (Retinopathie, Nephropathie) und Nerven (Polyneuropathie). Je länger und ausgeprägter, desto eher.

Im Fall übenMurat Aydın, 49 — die Diagnose