Pneumonie: Diagnostik und Antibiotika

Im Fall übenHerr Russo — Pneumonie, und er will heim
Pflege-Wissen

Diagnostik und Therapie

Herr K. bekommt seit gestern ein Antibiotikum als Infusion. Heute hat er Durchfall und rote Flecken am Bauch.

Für die Diagnose wegweisend sind die körperliche Untersuchung und die Anamnese, außerdem Röntgenthorax, Blutuntersuchungen, Blutgasanalyse und Erregernachweis. Bei schweren und nosokomialen Pneumonien und bei Menschen mit Risikofaktoren wird der Erreger zum Beispiel im Sputum oder in Blutkulturen gesucht.

Eine bakterielle Pneumonie wird im Wesentlichen mit Antibiotika behandelt. Weil das Bakterium anfangs meist unbekannt ist, beginnt die Behandlung kalkuliert: Erfasst werden sollen die wahrscheinlichsten Erreger. Liegt der Erregernachweis vor, sollte sie angepasst werden. Ambulant werden die Antibiotika meist oral gegeben, im Krankenhaus intravenös. Bei Pilzpneumonien kommen in der Regel Antimykotika zum Einsatz, bei viralen Pneumonien Virostatika. Je nach Bedarf erhält der Mensch auch Medikamente, die schleimlösend, hustenreizstillend oder fiebersenkend wirken. Fällt die Sauerstoffsättigung ab, wird Sauerstoff zugeführt, zum Beispiel über eine Nasenbrille.

Antibiotika, Antimykotika und Virostatika können unerwünschte Wirkungen haben. Unter einer Antibiotikatherapie sind Diarrhöen, Hautausschläge oder allergische Reaktionen häufig. Darauf achtest du, und du klärst den Menschen und seine Bezugspersonen auf, wie die Medikamente wirken und welche Nebenwirkungen möglich sind.

Schleimlöser nur, wenn er abhusten kann

Wer zu schwach zum Abhusten ist, darf keine Expektoranzien bekommen: Das Sekret bleibt sonst in den Atemwegen. Hustenstillende Mittel bekommt er nicht, wenn sich Sekret angesammelt hat, denn dann kann sich das Sekret stauen.

Faustregel

Bakterielle Pneumonien werden mit Antibiotika behandelt. Du achtest auf Nebenwirkungen wie Durchfall, Hautausschlag und allergische Reaktionen. Wer zu schwach zum Abhusten ist, bekommt keine Expektoranzien.

Teste dich selbst

Herr K. bekommt ein Antibiotikum. Welche Nebenwirkungen beobachtest du?

Diarrhöen; Hautausschläge; allergische Reaktionen; Pilzbefall, zum Beispiel Mundsoor oder Genitalpilz Über Wirkung und Nebenwirkungen klärst du auf.

Worauf achtest du unter einer Antibiotikatherapie, und wann bekommt ein Mensch keine Expektoranzien?

Bakterielle Pneumonien werden mit Antibiotika behandelt. Du achtest auf Nebenwirkungen wie Durchfall, Hautausschlag und allergische Reaktionen. Wer zu schwach zum Abhusten ist, bekommt keine Expektoranzien.

Im Fall übenHerr Russo — Pneumonie, und er will heim