Schmerzpflaster und PCA-Pumpe
Im Fall übenHerr Al-Khatib — „Unten drückt es so“Schmerzpflaster und PCA
Ein „Schmerzpflaster“ (transdermales therapeutisches System, TTS) speichert den Wirkstoff, zum Beispiel Fentanyl, und gibt ihn gleichmäßig und ohne Unterbrechung über die Haut ab. Grundsätzlich gilt:
- Wo das Pflaster hinkommt, hängt vom jeweiligen Produkt ab (Beipackzettel). Bevorzugt sind Brust oder Rücken. Die Haut dort ist sauber, trocken, haarfrei und intakt. Auf Hornhaut oder Narben klebst du nicht.
- Mit Handschuhen klebst du das Pflaster auf, nachdem du die Folie abgezogen hast.
- Bei jedem Wechsel wählst du einen anderen Applikationsort.
- Geteilt wird ein Pflaster in der Regel nicht.
- In der Akte hältst du genau fest, an welchem Tag und um wie viel Uhr der Wechsel war, wie du das alte Pflaster verworfen hast und wo das neue klebt. Schon mussten Menschen auf der Intensivstation behandelt werden, weil aus Versehen mehrere Pflaster zugleich klebten.
Das erste Pflaster wirkt nicht gleich. Je nach Präparat dauert es, bis es „anflutet“: ca. 6–8 Stunden, bei manchen sogar 12–24 Stunden (z. B. Fentanyl). Pflaster wirken lange und lassen sich schlecht steuern. Deshalb eignen sie sich vor allem bei stabilen Schmerzen und nicht bei akuten.
Bei der patientenkontrollierten Analgesie (PCA) bedient der Mensch seine Schmerzpumpe selbst. Per Knopfdruck holt er sich festgelegte Dosen. Meist läuft dazu eine voreingestellte Basisrate. Überdosierungen verhindern eine Höchstdosis pro Stunde und eine einprogrammierte Sperrzeit. Die Pumpe hängt an einem i. v. Zugang oder an einem Schmerzkatheter, etwa einem Periduralkatheter. Du überzeugst dich, dass der Mensch versteht, wie das Verfahren funktioniert, und die Pumpe richtig benutzen kann.
Viel Wärme, zum Beispiel durch Fieber, ein Vollbad oder Sonne, kann verstärken, wie viel Schmerzmittel aus dem Pflaster über die Haut aufgenommen wird. Du beobachtest den Menschen deshalb gut, etwa auf Wachheit (Vigilanz), Veränderungen des Bewusstseins oder andere Nebenwirkungen, und informierst die Ärztin.
Ein Schmerzpflaster klebst du auf intakte, saubere, trockene und haarfreie Haut und wechselst bei jedem Wechsel den Ort. Tag, Uhrzeit und Ort dokumentierst du genau, damit nie versehentlich mehrere Pflaster gleichzeitig kleben.
Teste dich selbst
Wie verhindert eine PCA-Pumpe eine Überdosierung?
Durch eine einprogrammierte Sperrzeit und eine Höchstdosis pro Stunde.
Worauf achtest du beim Kleben eines Schmerzpflasters?
Ein Schmerzpflaster klebst du auf intakte, saubere, trockene und haarfreie Haut und wechselst bei jedem Wechsel den Ort. Tag, Uhrzeit und Ort dokumentierst du genau, damit nie versehentlich mehrere Pflaster gleichzeitig kleben.