Stabile und instabile Schmerzsituation

Im Fall übenEmine Aydın, 75 — „Es ziept halt“
Pflege-Wissen

Stabile und instabile Schmerzsituation

Frau L. hat seit Jahren Arthroseschmerzen. Mit Wärmflasche und Tabletten kommt sie gut zurecht. Jetzt wird sie für eine Operation aufgenommen.

Seit der Expertenstandard 2020 aktualisiert wurde, gibt es die Unterscheidung zwischen einer stabilen und einer instabilen Schmerzsituation. Das gilt für chronische und für akute Schmerzen.

Stabil ist die Situation, wenn der Mensch seine Schmerzen subjektiv akzeptabel findet und nichts daran verändern möchte. Woran du das zum Beispiel erkennst:

  • Der Betroffene findet seine Schmerzsituation akzeptabel.
  • Er weiß, was er bei möglichen Komplikationen und Krisen tun kann.
  • Er kann am Alltagsleben teilnehmen und ist mit seiner Situation zufrieden.
  • Bei chronischen Schmerzen hat er eine Therapie, medikamentös und/oder nicht medikamentös.

Instabil ist die Situation vor allem dann, wenn die Schmerzlinderung auf Dauer keine akzeptable Lage schafft und Krisen im Alltag oder bei der Gesundheit auftreten. Der Mensch verliert dann an Lebensqualität, an Funktionalität oder an sozialer Teilhabe. Das kann auch schleichend passieren.

Kommt ein Mensch, dessen chronische Schmerzen stabil sind, ins Krankenhaus, achtest du darauf, dass er seine bewährten Strategien trotz der Akutbehandlung beibehalten kann. So weit wie möglich vermeidest du, dass Krankenhausroutinen oder Eingriffe seine Situation destabilisieren.

Akut heißt instabil

Akuter Schmerz gilt zunächst immer als instabil. Bei beiden Schmerzarten solltest du einschätzen können, wann es eine Schmerzexpertin braucht.

Faustregel

Akuter Schmerz gilt zunächst immer als instabil. Eine stabile Schmerzsituation erlebt der Mensch als akzeptabel. Kommt er ins Krankenhaus, hältst du seine bewährten Strategien aufrecht.

Teste dich selbst

Ein Mensch mit stabilen chronischen Schmerzen kommt ins Krankenhaus. Worauf achtest du?

Er soll seine bewährten Strategien gegen den Schmerz trotz der Akutbehandlung beibehalten. So weit wie möglich vermeidest du, dass Krankenhausroutinen oder Eingriffe seine Situation destabilisieren.

Wann ist eine Schmerzsituation stabil?

Akuter Schmerz gilt zunächst immer als instabil. Eine stabile Schmerzsituation erlebt der Mensch als akzeptabel. Kommt er ins Krankenhaus, hältst du seine bewährten Strategien aufrecht.

Im Fall übenEmine Aydın, 75 — „Es ziept halt“