Akuter und chronischer Schmerz

Im Fall übenEmine Aydın, 75 — „Es ziept halt“
Pflege-Wissen

Akute und chronische Schmerzen

Frau K. hat seit vier Monaten Rückenschmerzen. „Die Zerrung ist doch längst verheilt“, sagt ihr Sohn.

Akuter Schmerz beginnt plötzlich und hält nur über einen begrenzten Zeitraum an. Ursache ist eine Gewebeschädigung, die tatsächlich besteht oder droht, etwa durch Frakturen, Quetschungen, Verletzungen oder Verbrennungen. Seine Funktion ist es, zu warnen und zu schützen, und das ist lebenserhaltend. Begleitet wird er u. a. von einem Anstieg von Puls, Blutdruck und Atemfrequenz. In der Regel lässt sich akuter Schmerz gut therapieren, und psychische Folgen bleiben meist nicht zurück. Beispiele sind Zahnschmerzen und Schmerzen nach einer Operation oder Verletzung.

Ein Schmerz ist chronisch, wenn er mindestens drei Monate dauerhaft oder immer wieder besteht und keine akute Warnfunktion mehr hat. Einen exakten Zeitpunkt gibt es dabei nicht, akuter und chronischer Schmerz gehen fließend ineinander über. Chronische Schmerzen lassen sich eher schlecht lokalisieren. Mit der Verletzung oder Organschädigung, mit der sie begonnen haben, hängen sie nicht mehr unbedingt zusammen. Schutz- oder Heilfunktion haben sie keine mehr. Die Schmerzen „verselbstständigen“ sich und werden zu einer eigenen Erkrankung, der chronischen Schmerzkrankheit. Beispiele sind Rückenschmerzen, chronische Wunden, Osteoporose, Rheuma und Arthrose.

Verschiedene Ziele

Akute Schmerzen sollen schnellstmöglich beseitigt oder auf ein Maß reduziert werden, das der Mensch subjektiv akzeptieren kann. Bei chronischen Schmerzen geht es nicht vorrangig um Schmerzfreiheit. Im Vordergrund stehen eine stabile Schmerzsituation und die Selbstmanagementkompetenzen des Betroffenen.

Faustregel

Akuter Schmerz ist ein Warnsignal und dauert über einen begrenzten Zeitraum. Chronischer Schmerz besteht dauerhaft oder wiederkehrend mindestens drei Monate und hat seine Warnfunktion verloren.

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Ab wann gilt ein Schmerz als chronisch?

Wenn er mindestens drei Monate dauerhaft oder immer wieder besteht und keine akute Warnfunktion mehr hat. Akuter und chronischer Schmerz gehen fließend ineinander über.

Woran unterscheidest du akuten von chronischem Schmerz?

Akuter Schmerz ist ein Warnsignal und dauert über einen begrenzten Zeitraum. Chronischer Schmerz besteht dauerhaft oder wiederkehrend mindestens drei Monate und hat seine Warnfunktion verloren.

Im Fall übenEmine Aydın, 75 — „Es ziept halt“