Dekubitus: Positionen und Positionswechsel

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Bakım bilgisi

Makropositionswechsel

Du hast jemanden in 30-Grad-Seitenlage gebracht. Eine Stunde später liegt er wieder auf der Seite, wie er immer schläft. Er hat sich selbst befreit, und das ist erst mal gut.

Jede Position entlastet etwas anderes.

  • 30-Grad-Lage auf der rechten Seite: Entlastet ist die linke Körperhälfte, vor allem das linke Schulterblatt, der linke Anteil des Sakrums (Kreuzbein) und die linke Ferse. Das linke Sitzbein und der linke Trochanter werden etwas mehr entlastet als die rechten.
  • 135-Grad-Lage: Sie nimmt den Druck von der ganzen linken Seite, einschließlich Ohr und Ellenbogen, dazu vom gesamten Sakrum und von beiden Fersen.
  • Bauchlage: Die komplette Körperrückseite ist entlastet.
  • Sitzen: Der Hinterkopf ist frei. Sitzt jemand aufrecht, kommen Schulterblätter und Sakrum dazu. Das ändert sich, wenn der Mensch mit dem Becken zur Stuhlkante rutscht.
  • Schiefe Ebene: Die vertikale schiefe Ebene entlastet Hinterkopf und Schulterblätter. Weil der Körper dabei herunterrutschen kann, solltest du vorbeugen, zum Beispiel mit einem Fußkissen, Decken um die Sitzbeine und einer Rutschbremse aus Handtüchern. Die horizontale schiefe Ebene nach rechts entlastet die linke Körperhälfte wie die 30-Grad-Lage.
  • 90-Grad-Lage auf der rechten Seite: Entlastet sind die ganze linke Körperhälfte, das gesamte Sakrum und die Fersen. Das linke Knie ist mittig und außen entlastet.

Empfohlen wird die 30-Grad- gegenüber der 90-Grad-Seitenlage, weil der Druck besser verteilt ist. Das Kopfteil des Bettes bleibt so flach wie möglich. Eine dauerhafte Bauchlage vermeidest du, wenn sie nicht medizinisch nötig ist. Für Kinder wird ausdrücklich die 30- bzw. 40-Grad-Seitenwechsellage empfohlen. Für viele Menschen ist die 90-Grad-Seitenlage die natürliche Schlafposition. Dabei steht aber die Haut über dem Trochanter unter relativ großem Druck. Deshalb gilt die Lage in der Dekubitusprophylaxe oft als ungeeignet. Manchmal muss ein Mensch eine bestimmte Position einhalten, zum Beispiel eine halbe Oberkörperhochlage bei erhöhtem Hirndruck. Dann können druckverteilende Hilfsmittel wie Wechseldrucksysteme oder kleine Hilfsmittel zur Mikropositionierung eingesetzt werden, um den Druck zu entlasten.

Vorlieben zählen dabei mit. Wer sich aus der 30-Grad-Lage in seine gewohnte Schlafposition zurückbewegt, hat sich bewegt. Das ist erwünscht. Die 90-Grad-Lage kannst du außerdem schrittweise entschärfen: Du ziehst die Rolle im Rücken nach und nach hervor und verkleinerst so den Winkel.

Manchmal fällt eine Seite weg, zum Beispiel nach einer Hüft-TEP rechts. Dann unterstützt du den Menschen in die Linksseiten- oder Rückenlage. Die gefährdeten Hautbezirke haben dadurch aber nur noch die halbe Erholungszeit. Die Bauchlage oder die 135-Grad-Lage akzeptiert nicht jeder. Achte auch darauf, dass der Mensch in seiner Position genug positive Reize aus der Umgebung bekommt. Er sollte nicht unnötig auf eine reizarme Wand oder an die Zimmerdecke starren. Das gilt auch für ein Fernsehprogramm, das er nicht ändern kann.

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Beim Positionswechsel wird die 30-Grad-Seitenlage der 90-Grad-Seitenlage vorgezogen, weil der Druck dabei besser verteilt ist. Die Vorliebe des Menschen zählt trotzdem mit.

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Welche Positionen entlasten welche Körperstellen, und welche Seitenlage wird bevorzugt?

30 Grad auf die rechte Seite gelagert: die linke Körperhälfte ist entlastet, links vor allem Schulterblatt, Sakrum-Anteil und Ferse; dazu links Sitzbein und Trochanter etwas mehr als rechts.; 135-Grad-Lage: zusätzlich Ohr und Ellenbogen, dazu das gesamte Sakrum und beide Fersen.; Bauchlage: die komplette Körperrückseite.; Sitzen: der Hinterkopf ist frei. Aufrecht sitzend zusätzlich Schulterblätter und Sakrum.; Bevorzugt wird die 30-Grad- vor der 90-Grad-Seitenlage (bessere Druckverteilung). Das Kopfteil bleibt so flach wie möglich, dauerhafte Bauchlage wird ohne medizinischen Grund vermieden.; Vorlieben zählen mit: Wer sich selbst umlagert, bewegt sich. Das ist erwünscht.

Welche Seitenlage wird bevorzugt, und warum zählt die Vorliebe des Menschen trotzdem?

Beim Positionswechsel wird die 30-Grad-Seitenlage der 90-Grad-Seitenlage vorgezogen, weil der Druck dabei besser verteilt ist. Die Vorliebe des Menschen zählt trotzdem mit.

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