Angehörige bei Demenz beraten und entlasten
Vakada çalışFrau Hartmann, 81 — seit gestern Abend andersInformieren, Schulen, Anleiten, Beraten
Die Erkrankung belastet die Betroffenen und ihre Bezugspersonen und verändert häufig das gewohnte Leben. In der Familie trägt meist eine Person die Hauptlast der Betreuung. Dieser enormen Belastung ist sie auf Dauer oft nicht gewachsen. Ist sie ständig überfordert, entstehen Hektik, Unzufriedenheit und Aggressionen, und das schadet allen.
Du informierst Angehörige und Bezugspersonen:
- über das Krankheitsbild und seinen Verlauf, über mögliche Symptome und wie sie damit umgehen
- über die Medikamente: wie sie wirken, welche Nebenwirkungen möglich sind und wie sie korrekt eingenommen werden. Die Angehörigen müssen die Medikamente korrekt vorbereiten und verabreichen können, wenn der Mensch das selbst nicht mehr kann.
- über Beratung und Hilfe: Hilfsmittel, Wohnberatung, Pflegestützpunkte und die Deutsche Alzheimer Gesellschaft mit ihrem kostenfreien Beratungs- und Informationsangebot
- über Angehörigenschulungen: Dort lernen Angehörige, wie sie mit den Betroffenen umgehen, und erfahren mehr über die Erkrankung. Die Lebensqualität der pflegenden Angehörigen und der Betroffenen kann dadurch erhalten bleiben und steigen.
Einen Menschen mit Demenz zu pflegen, kann viele Jahre dauern und psychisch und körperlich stark belasten. Deshalb informierst du auch über Entlastungsangebote:
- Kurzzeitpflege: Der Mensch wird für kurze Zeit in einer speziellen Einrichtung versorgt, zum Beispiel direkt nach einer Klinikentlassung, bei Krankheit, Überforderung oder Urlaub der Angehörigen.
- Verhinderungspflege: Die professionelle Pflege findet zu Hause statt, tage- oder stundenweise.
- häusliche Krankenpflege, wenn Angehörige die tägliche Pflege nicht mehr übernehmen können
- Selbsthilfegruppen zum Erfahrungsaustausch, besonders bei psychischen Belastungen
Die Bezugspersonen können die Versorgung nicht immer übernehmen. Deshalb kann ihre Pflege nicht vorausgesetzt werden. Du prüfst, ob die Versorgung zu Hause wirklich sichergestellt ist oder ob du einen ambulanten Pflegedienst oder eine stationäre Pflegeeinrichtung einbeziehen musst.
Die Hauptlast liegt meist auf einer Person, und Überforderung schadet allen. Informiere früh über die Erkrankung, die Medikamente, Beratung, Schulung und Entlastungsangebote. Ob die Versorgung zu Hause gelingt, prüfst du, statt es vorauszusetzen.
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Was unterscheidet die Kurzzeitpflege von der Verhinderungspflege?
Kurzzeitpflege: für kurze Zeit in einer speziellen Einrichtung; Verhinderungspflege: professionelle Pflege zu Hause, tage- oder stundenweise
Worüber informierst du pflegende Angehörige eines Menschen mit Demenz?
Die Hauptlast liegt meist auf einer Person, und Überforderung schadet allen. Informiere früh über die Erkrankung, die Medikamente, Beratung, Schulung und Entlastungsangebote. Ob die Versorgung zu Hause gelingt, prüfst du, statt es vorauszusetzen.