Hinlauftendenz und Orientierung zum Raum

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Orientierungshilfen zum Raum

Die 84-jährige Frau B. zieht am Ausgang ihre Jacke an. „Ich muss zur Arbeit, ich bin schon spät dran.“

Hat ein Mensch eine räumliche Orientierungsstörung, begleitest du ihn immer. Diese Hilfen fördern die Orientierung:

  • Gegenstände und Orte, zum Beispiel die Toilette, markierst du mit gut lesbaren Schildern („WC“) oder mit dem Bild einer Toilette.
  • Hilfreich sind ein Foto des Menschen an seiner Zimmertür oder ein Schild am Kleiderschrank.
  • Kleine private Gegenstände auf dem Nachttisch, zum Beispiel ein Familienfoto, vermitteln Sicherheit.

Trotzdem wollen Menschen mit Demenz immer wieder aus dem Krankenhaus oder von der Station weg, zum Beispiel weil sie glauben, sie müssten die Kinder versorgen oder zur Arbeit gehen. Das heißt Hinlauftendenz. Konfrontiere den Menschen nicht mit der Realität, denn in seiner Wahrnehmung handelt er rational. Ein biografiebezogenes Gespräch kann die Tendenz verringern. Statt „Mit 84 müssen Sie doch nicht mehr arbeiten!“ sagst du zum Beispiel: „Fleißig und pünktlich waren Sie sicher immer. Wie gut, dass Sie heute frei haben.“ Damit schätzt du ihr Pflichtbewusstsein wert, und sie spürt, dass du sie verstehst.

Oft laufen Menschen mit Demenz scheinbar ohne Ziel auf den Fluren und machen jede Tür auf, auch zum Treppenhaus oder zu einem Ausgang. Gefahren schätzen sie nicht mehr korrekt ein. Sie betreten zum Beispiel das Treppenhaus, auch wenn sie allein keine Treppen mehr steigen können. Deshalb kann es sinnvoll sein, eine Tür zu „verstecken“: Eine Tür hinter einem Vorhang oder mit einer Folie in der Farbe der Wand nimmt der Mensch nicht mehr als Tür wahr und versucht nicht, sie zu öffnen. Lange, gerade Flure verstärken oft Unruhe und Unsicherheit. Ist ein Wohnbereich als Rundweg gebaut, kann er seinen Bewegungsdrang ausleben, ohne sich zu gefährden.

Verlässt er trotz aller Vorsicht unbemerkt das Krankenhaus, halten diese Maßnahmen die Risiken gering:

  • Du machst ihn „erkennbar“, zum Beispiel mit einer Karte in der Geldbörse oder einer Halskette. Darauf stehen sein Name und die Telefonnummer der Angehörigen oder des Krankenhauses.
  • In der Patientenakte liegt ein aktuelles Foto für die Polizei. Du kannst auch seine Kleidung festhalten.
  • Die Hinlauftendenz und alle Maßnahmen vermerkst du in der Pflegeplanung.
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Bei Hinlauftendenz konfrontierst du ihn nicht mit der Realität, denn in seiner Wahrnehmung handelt er rational. Ein biografiebezogenes Gespräch kann die Tendenz verringern.

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Was tust du, damit ein Mensch mit Hinlauftendenz gefunden wird, falls er das Haus verlässt?

erkennbar machen: Karte in der Geldbörse oder Halskette mit Namen und Telefonnummer; aktuelles Foto für die Polizei in der Akte, Kleidung festhalten; Hinlauftendenz und Maßnahmen in der Pflegeplanung vermerken

Die 84-jährige Frau B. will zur Arbeit gehen. Was sagst du ihr?

Bei Hinlauftendenz konfrontierst du ihn nicht mit der Realität, denn in seiner Wahrnehmung handelt er rational. Ein biografiebezogenes Gespräch kann die Tendenz verringern.

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