Teilwäsche am Waschbecken

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Teilwäsche am Waschbecken

Frau B. wurde vorgestern operiert. Heute fragt sie, ob sie sich am Waschbecken waschen darf.

Meist ist die Körperpflege am Waschbecken möglich — und sie ist mehr als Hygiene: Für den Menschen ist das Waschen am Waschbecken ein Zeichen, dass es ihm wieder besser geht. Deshalb unterstützt du ihn, so früh wie möglich dorthin zu kommen; Mobilisation und Körperpflege werden so sinnvoll verknüpft. Diese Hilfe für teilweise selbstständige Menschen heißt Teilwäsche. Sie ist häufig bei älteren Menschen und in der postoperativen Phase nötig.

Vor dem Weg ins Bad:

  • ggf. die Vitalzeichen kontrollieren.
  • an die Bettkante mobilisieren, die Beine berühren den Boden — dann nach dem Befinden fragen (Schwindel?).
  • rutschfestes Schuhwerk anziehen, Hilfsmittel wie Rollator oder Toilettenstuhl bereitstellen.
  • im Bad anbieten, Blase und Darm zu entleeren.

Bei der Mobilisation beobachtest du auf Zeichen der Kreislaufschwäche: Blässe, kalter Schweiß, Schwindelgefühl. Am Waschbecken bekommt der Mensch einen stabilen Stuhl mit Armlehnen, abgedeckt mit Handtuch oder Einmalunterlage. Du prüfst, dass Sonden, Drainagen und Kathetersysteme sicher angebracht sind und dass er alle Utensilien erreicht — ist der Spiegel einsehbar? Er wäscht sich so weit wie möglich selbst; viele brauchen Unterstützung nur beim Rücken, beim Waschen wie beim Abtrocknen. Hautfalten prüfst du dabei auf Rötungen.

Allein lassen

Du darfst den Menschen am Waschbecken nur allein lassen, wenn er kreislaufstabil und orientiert ist und keine Sturzgefahr besteht — und die Patientenrufanlage in Reichweite liegt.

Für die Intimpflege am Waschbecken sollte der Mensch sicher stehen können; spätestens für Gesäß, Anus und Analfalte sollte er sich hinstellen können. Sonst machst du sie in Absprache mit ihm vorher im Bett. Du stellst dich seitlich neben ihn — das mindert das Schamgefühl. Vorher wechselst du die Handschuhe, desinfizierst dazwischen die Hände und befeuchtest mit fließendem Wasser — so verschleppst du keine Keime.

Zum Schluss: Der Boden ist trocken (Rutschgefahr), Stolperfallen sind weg, du fragst nach dem Befinden. Bei Unwohlsein reagierst du je nach Situation: den Blutdruck messen, zurück ins Bett mobilisieren oder einen Arzt verständigen. Teilwaschung heißt auch: nur einen Teil des Körpers waschen. Das kann sinnvoll sein, wenn ein Mensch zu müde oder erschöpft ist — eine pflegerische Förderung wird dann schnell sinnlos.

Pratik kural

Ans Waschbecken, sobald es geht — das ist ein Zeichen der Besserung; allein bleibt dort nur, wer kreislaufstabil und orientiert ist und die Rufanlage erreicht, und die Intimpflege nur, wer sicher steht.

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Eine Patientin will sich zwei Tage nach der OP am Waschbecken waschen. Worauf achtest du?

Waschen am Waschbecken ist ein Zeichen der Besserung — so früh wie möglich, Mobilisation und Körperpflege verknüpft (Teilwäsche). Vorher ggf. Vitalzeichen, an die Bettkante mit Bodenkontakt, Schwindel erfragen, rutschfeste Schuhe, Blase und Darm entleeren lassen. Auf Kreislaufschwäche achten: Blässe, kalter Schweiß, Schwindel. Stuhl mit Armlehnen; Sonden, Drainagen, Katheter sicher; alles erreichbar. Sie wäscht sich selbst, meist nur der Rücken braucht Hilfe. Allein lassen nur kreislaufstabil, orientiert, ohne Sturzgefahr, Rufanlage in Reichweite. Intimpflege nur im sicheren Stand — für Gesäß, Anus, Analfalte muss sie stehen —, sonst vorher im Bett; frische Handschuhe, desinfizierte Hände, frischer Waschlappen. Boden trocken, bei Unwohlsein Blutdruck, Bett, Arzt.

Wann darfst du einen Menschen am Waschbecken allein lassen — und wann gehört die Intimpflege trotzdem ins Bett?

Ans Waschbecken, sobald es geht — das ist ein Zeichen der Besserung; allein bleibt dort nur, wer kreislaufstabil und orientiert ist und die Rufanlage erreicht, und die Intimpflege nur, wer sicher steht.

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