Stuhlinkontinenz: Formen und Darmtraining

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Bakım bilgisi

Stuhlinkontinenz behandeln

Herr Kowalski hält den Stuhl nicht mehr. Auf der Station gilt das als erledigt: Vorlage rein, fertig. Nach seinem Stuhlgang fragt niemand mehr.

Das ist zu wenig. Stuhlinkontinenz hat unterschiedliche Ursachen, und deshalb gibt es verschiedene Behandlungsansätze. Abklären sollte das ein Proktologe. Stuhlinkontinenz heißt: Der Stuhl kann nicht mehr willentlich zurückgehalten werden. Fünf Formen unterscheidet die Quelle:

  • die muskuläre — der Schließmuskel ist z. B. durch eine Operation beschädigt oder zu schwach, häufig bei älteren Menschen
  • die neurogene — Nerven sind geschädigt, etwa bei Multipler Sklerose, Schlaganfall oder Querschnittlähmung, nach einer Geburt am Nervus pudendus, bei Diabetes mellitus oder bei angeborenen Erkrankungen wie Spina bifida
  • die sensorische — der Stuhldrang wird nicht gespürt, weil die sensiblen Nerven im Analkanal geschädigt sind, z. B. bei einer neurogenen Erkrankung oder einem Hämorrhoidalleiden
  • die konsistenzbedingte — heftiger Durchfall überfordert auch einen intakten Schließmuskel
  • die Überlauf-Stuhlinkontinenz an Kotsteinen vorbei, deren Prinzip du von der paradoxen Diarrhö kennst

Meist steckt eine Obstipation dahinter, und dann sind rektale Abführmaßnahmen nötig. Pflegerisch gibt es drei Linien. Erstens das Darmtraining: Herr Kowalski geht jeden Tag zur gleichen festen Uhrzeit auf die Toilette — nach dem Frühstück etwa —, auch wenn er gerade keinen Stuhldrang spürt. So lernt der Darm, sich regelmäßig und zu einem vorhersehbaren Zeitpunkt zu entleeren. Zweitens das Schließmuskeltraining: mehrmals täglich die Schließmuskulatur willkürlich zusammenkneifen, dazu Beckenbodengymnastik. Drittens Hautpflege und passende Hilfsmittel.

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Auch ohne Drang zur festen Zeit auf die Toilette — so lernt der Darm den Takt.

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Herr Kowalski hat eine Stuhlinkontinenz. Welche drei pflegerischen Linien gibt es?

Darmtraining (jeden Tag zur gleichen Uhrzeit auf die Toilette, auch ohne Stuhldrang — der Darm lernt einen vorhersehbaren Rhythmus) · Schließmuskeltraining (mehrmals täglich willkürliches Zusammenkneifen, Beckenbodengymnastik; Reizstrom nur ohne Hämorrhoiden) · Hautpflege und Hilfsmittel (Analtampon; Fäkalkollektor bei nicht therapierbarer Inkontinenz und dünnflüssigem Stuhl zum Schutz von Haut und Wunden). Was hilft, hängt immer davon ab, woher die Inkontinenz kommt.

Warum soll Herr Kowalski sich auch dann hinsetzen, wenn er keinen Stuhldrang hat?

Auch ohne Drang zur festen Zeit auf die Toilette — so lernt der Darm den Takt.

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