Adhärenz bei Rheuma: das Gespräch
Vakada çalışFrau Albrecht — der SchubAdhärenz und Beratung
Genau hier entscheidet sich, ob die ganze Therapie etwas bringt.
Adhärenz heißt: Man ist bereit, die Maßnahmen einzuhalten, die man gemeinsam mit Pflegefachpersonen oder Ärztinnen festgelegt hat. Eine Therapie wirkt nur, wenn die Betroffenen ihre Medikamente kennen und verstanden haben, warum die regelmäßige Einnahme nötig ist. Kläre über Wirkungen und über Nebenwirkungen auf. Und nimm die Angst vor bestimmten Medikamenten (Kortison, Zytostatika), ohne die Nebenwirkungen dabei zu verharmlosen. Beides gehört zusammen: die Angst nehmen und die Nebenwirkungen trotzdem benennen.
Herrn B.s Satz zeigt, was vorher gefehlt hat. DMARDs sind langwirksame Rheumamedikamente: Eine Wirkung ist erst nach Wochen bis Monaten zu erwarten. Diese Zeitspanne wird unter Umständen mit symptomatischen Medikamenten überbrückt, mit Glukokortikoiden oder NSAR. Über beides müssen Betroffene informiert sein, und zwar vor der ersten Einnahme.
Frag im Gespräch nach, ob die Behandlungsstrategie verstanden wurde. Wer skeptisch bleibt, darf behutsam hören, dass sich die Gelenksituation verschlimmern kann, wenn die Therapie nicht beibehalten wird. Komplexe Therapiepläne kannst du als Pflegefachperson gut unterstützen.
Vier Werkzeuge dafür:
- der Rheumapass: Dort notieren Betroffene aktuelle Therapien, letzte Röntgenaufnahmen und Kontrolltermine, und auch abgesetzte Medikamente samt Grund gehören hinein.
- Therapieüberwachungsbögen, die vor der Entlassung ausgehändigt werden.
- die Anleitung zur subkutanen Injektion, für die es bei stärkeren Deformierungen ergonomisch geformte Fertigspritzen und Autoinjektoren gibt.
- Schulungsprogramme der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie und der Rheuma-Liga.
Sag vor dem ersten Basismedikament, dass die Wirkung erst nach Wochen bis Monaten einsetzt und die Wartezeit bei Bedarf mit Glukokortikoiden oder NSAR überbrückt wird. Dieser Satz gehört vor die erste Einnahme, nicht in die Nachbesprechung.
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Ein Patient nimmt sein Basismedikament seit vier Wochen, merkt nichts und will absetzen. Was sagst du?
Nicht absetzen lassen, sondern erklären: DMARDs sind langwirksam, eine Wirkung ist erst nach Wochen bis Monaten zu erwarten. Die Zeit wird bei Bedarf mit Glukokortikoiden oder NSAR überbrückt. Eine Therapie wirkt nur, wenn Betroffene ihre Medikamente kennen. Und wenn sie verstanden haben, warum sie regelmäßig eingenommen werden müssen. Angst vor Kortison und Zytostatika nehmen, ohne die Nebenwirkungen zu verharmlosen. Nachfragen, ob die Behandlungsstrategie verstanden wurde. Skeptiker behutsam auf die drohende Verschlimmerung der Gelenksituation hinweisen. Werkzeuge: Rheumapass (Therapien, Röntgen, Kontrolltermine, abgesetzte Medikamente mit Grund); Therapieüberwachungsbögen vor der Entlassung; Anleitung zur s.-c.-Injektion mit ergonomischen Fertigspritzen oder Autoinjektoren; Schulungsprogramme von DGRh und Rheuma-Liga
Was musst du sagen, BEVOR jemand ein Basismedikament beginnt? Und womit wird die Wartezeit überbrückt?
Sag vor dem ersten Basismedikament, dass die Wirkung erst nach Wochen bis Monaten einsetzt und die Wartezeit bei Bedarf mit Glukokortikoiden oder NSAR überbrückt wird. Dieser Satz gehört vor die erste Einnahme, nicht in die Nachbesprechung.