Strukturmodell und SIS im Pflegeheim
Vakada çalışDie ganze Planung — selbst gelegtStrukturmodell
Vor allem in der Langzeitpflege, der Tagespflege und der Kurzzeitpflege spielt das Strukturmodell eine Rolle. Es wurde 2015 eingeführt, zusammen mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II). Der Zweck: den hohen bürokratischen Aufwand bei der Dokumentation senken und mehr Zeit für Pflege und Betreuung gewinnen. Es folgt dem vierphasigen Pflegeprozess der WHO und hat vier Elemente:
- Element 1: Strukturierte Informationssammlung (SIS). Das Kernstück. Sie ist die Basis aller weiteren Schritte
- Element 2: individueller Maßnahmenplan, mit Intervallen und Uhrzeiten, auf Grundlage der SIS
- Element 3: Berichteblatt. Eine Verlaufsdokumentation. Sie konzentriert sich auf Abweichungen von SIS und Maßnahmenplan
- Element 4: Evaluation, aus den Erkenntnissen der Elemente 1 bis 3
Die SIS entsteht in einem gemeinsamen Gespräch von Pflegebedürftigem, Bezugspersonen und Pflegefachperson. Sie hat vier Teile:
- A: allgemeine Daten
- B: die Situation aus Sicht des Betroffenen, wortwörtlich notiert („Was bewegt Sie im Augenblick? Was können wir für Sie tun?“)
- C1: sechs Themenfelder. Sie lehnen sich an das Neue Begutachtungsassessment (NBA) an: 1 Kognition und Kommunikation, 2 Mobilität und Bewegung, 3 krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen, 4 Selbstversorgung, 5 Leben in sozialen Beziehungen, 6 Haushaltsführung
- C2: die Matrix zur Risikoeinschätzung. Sie setzt fünf Themenfelder in Beziehung zu Schmerz, Dekubitus, Sturz, Ernährung und Inkontinenz
Jedes Themenfeld erfasst vier Dinge: Fähigkeiten, Unterstützungsbedarfe, biografische Daten und Gesundheitsrisiken.
Die Evaluation geschieht anlassbezogen, etwa bei veränderter Risikobewertung. Meist passt du einzelne Pflegemaßnahmen an (kleiner Evaluationskreis). Bei gravierenden Veränderungen, zum Beispiel nach einem Krankenhausaufenthalt, kann eine komplette Neuausrichtung der Pflege nötig sein. Dann erstellst du auch eine neue SIS. Das ist der große Evaluationskreis.
Das Strukturmodell ist keine Alternative zum Pflegeprozess. Es ist eine Form, ihn zu dokumentieren. Probleme, Ressourcen und Ziele fallen nicht weg: Sie stehen in der SIS, nicht in eigenen Feldern. Wer PÄSR und SMART beherrscht, liest eine SIS mit demselben Blick: Was kann die Person, was braucht sie, was will sie, welches Risiko besteht?
Das Strukturmodell hat vier Elemente: SIS, Maßnahmenplan, Berichteblatt, Evaluation. Die SIS trägt sechs Themenfelder und die Risikomatrix. Probleme, Ressourcen und Ziele stehen darin, nicht in eigenen Feldern.
Kendini test et
Im Pflegeheim findest du keine PÄSR-Diagnose und kein SMART-Ziel in der Akte. Was ist das für ein Modell? Und wo steht das Problem der Person?
Das Strukturmodell mit der Strukturierten Informationssammlung (SIS), vierphasig nach dem WHO-Modell. Dort stehen: Probleme und Ressourcen in den sechs Themenfeldern (C1); die Risiken in der Matrix (C2); die Wünsche und damit die übergeordneten Ziele in Feld B
Welche vier Elemente hat das Strukturmodell? Und wo stehen dort Probleme, Ressourcen und Ziele?
Das Strukturmodell hat vier Elemente: SIS, Maßnahmenplan, Berichteblatt, Evaluation. Die SIS trägt sechs Themenfelder und die Risikomatrix. Probleme, Ressourcen und Ziele stehen darin, nicht in eigenen Feldern.