Pneumonie: Risikofaktoren
Vakada çalışHerr Russo, 82 — der erste Tag nach der OperationRisikofaktoren
Ab 65 Jahren steigt mit jeder Lebensdekade das Risiko einer Pneumonie. Denn im Alter lassen die Reinigungsfunktion der Nase, die Schleimhautbarriere und die spezifische Abwehr der Lunge nach. Ein älterer Mensch ist umso eher pneumoniegefährdet, je gebrechlicher und unselbstständiger er ist.
Weitere Risikofaktoren sind:
- Diabetes mellitus und zunehmende Erkrankungen an Herz, Lunge, Leber oder Niere
- bestehende Atemwegserkrankungen. Eine COPD vervielfacht die Gefahr einer Pneumonie.
- Mangelernährung und ungewollter Gewichtsverlust
- funktionelle Einschränkungen, fortgeschrittene Demenz, Bettlägerigkeit, Gebrechlichkeit (Frailty)
- Rauchen
- Schluckstörungen, Mikro- und Makroaspiration
- der Gebrauch von Psychopharmaka
Besonders gefährdet sind Menschen auf der Intensivstation. Werden sie maschinell beatmet, ist ihre Pneumonierate 3-mal so hoch wie bei Menschen, die nicht beatmet werden. Auch wer lange im Pflegeheim lebt, ist gefährdet.
Bei Kindern und Jugendlichen kommen weitere Risikofaktoren hinzu: Tabakrauch, aktiv oder passiv, Lungenunreife nach einer Frühgeburt und die Gefahr, einen Fremdkörper zu aspirieren. Säuglinge mit einer nasogastralen Sonde sind gefährdet, weil die Sonde die Nasenatmung beeinträchtigt und die Atemwege verlegt.
Viele ältere Menschen tragen ein latentes Pneumonierisiko. Ein Lebensknick, etwa der Tod eines geliebten Menschen oder ein Sturz, verringert die Mobilität. Der Mensch lebt isoliert auf kleinstem Raum. Dadurch wird die Lunge weniger belüftet, die Ernährung ist oft gering oder einseitig, und darunter leidet auch die Immunabwehr.
Ein älterer Mensch ist umso eher pneumoniegefährdet, je gebrechlicher und unselbstständiger er ist. Gefährdet sind zum Beispiel Menschen, die viel liegen, schlecht schlucken, mangelernährt sind, rauchen oder an Lunge oder Herz erkrankt sind.
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Frau M., 75, verlässt nach dem Tod ihres Mannes und einem Sturz kaum noch die Wohnung. Warum steigt ihr Pneumonierisiko?
Sie bewegt sich weniger, ihre Lunge wird weniger belüftet.: Ernährung oft gering oder einseitig; darunter leidet die Immunabwehr; dazu das Alter: Reinigungsfunktion der Nase, Schleimhautbarriere und Abwehr der Lunge lassen nach
Welche Menschen sind besonders pneumoniegefährdet?
Ein älterer Mensch ist umso eher pneumoniegefährdet, je gebrechlicher und unselbstständiger er ist. Gefährdet sind zum Beispiel Menschen, die viel liegen, schlecht schlucken, mangelernährt sind, rauchen oder an Lunge oder Herz erkrankt sind.