Expertenstandard Schmerzmanagement
Vakada çalışHerr Al-Khatib, 47 — „Nein, alles gut“Expertenstandard
Fachlich und juristisch stützt sich das Schmerzmanagement in der Pflege auf diesen Expertenstandard: „Schmerzmanagement in der Pflege“. Die Aktualisierung stammt von 2020. Herausgeber ist das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP). Die früheren getrennten Standards zu akuten und zu chronischen Schmerzen sind darin zusammengeführt. Das Ziel: Wer akute, chronische oder zu erwartende Schmerzen hat, bekommt ein Schmerzmanagement, das an ihn angepasst ist. Es soll verhindern, dass Schmerzen entstehen oder chronisch werden, oder sie beseitigen. Außerdem soll es zu einer akzeptablen Schmerzsituation beitragen und dazu, dass der Mensch seine Funktionsfähigkeit und Lebensqualität bestmöglich erhält oder erreicht.
Der Standard beschreibt, was du als Pflegefachperson tust:
- Mit einem Screening erhebst du zu Beginn, ob Schmerzen oder schmerzbedingte Einschränkungen bestehen oder zu erwarten sind. In festgelegten Abständen wiederholst du diese Einschätzung.
- Hat der Mensch Schmerzen, führst du ein Assessment durch. Dabei klärst du, ob die Schmerzen akut, chronisch oder beides sind.
- Du wirkst an einem individuellen Behandlungsplan mit. Er enthält medikamentöse Maßnahmen, nicht medikamentöse oder beides.
- Den Menschen und ggf. seine Angehörigen informierst, schulst und berätst du.
- Du koordinierst, was das interprofessionelle Team tut. Die medikamentösen Maßnahmen stellst du auf Grundlage der ärztlichen Verordnung sicher, die nicht medikamentösen wendest du selbst an.
- Regelmäßig und bei Anlass beurteilst du, ob die Maßnahmen wirken.
Ist eine Versorgungssituation komplex, holst du eine pflegerische Schmerzexpertin dazu. Auch die Einrichtung hat Pflichten. Sie stellt zum Beispiel Instrumente zur Einschätzung bereit und hat eine Verfahrensregelung zum Schmerzmanagement, die für alle Berufsgruppen gilt.
Pflegefachpersonen kommt eine zentrale Rolle zu. Sie stimmen die Tätigkeiten im interprofessionellen Team ab. Weil sie dem Betroffenen nahe sind, fördern sie die Kommunikation. So sorgen sie für die Kontinuität, auf die es bei Schmerzerfassung und Schmerzbehandlung ankommt.
Grundlage ist der Expertenstandard des DNQP zum Schmerzmanagement in der Pflege (2020): Screening, Assessment, Behandlungsplan, Information und Beratung, Maßnahmen umsetzen und koordinieren, Wirksamkeit beurteilen.
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Welches Ziel verfolgt der Expertenstandard zum Schmerzmanagement?
Wer akute, chronische oder zu erwartende Schmerzen hat, bekommt ein Schmerzmanagement, das individuell an ihn angepasst ist.
Welche Schritte verlangt der Expertenstandard Schmerzmanagement von dir?
Grundlage ist der Expertenstandard des DNQP zum Schmerzmanagement in der Pflege (2020): Screening, Assessment, Behandlungsplan, Information und Beratung, Maßnahmen umsetzen und koordinieren, Wirksamkeit beurteilen.