Sondenernährung beobachten

تدرّب على الحالةHerr Aydın — wenn es über den Mund nicht reicht: Sonde, Beobachtung, Bilanz
معرفة تمريضية

Bei Sondenernährung beobachten

Frau T. hat seit drei Wochen eine nasogastrale Sonde. Am Naseneingang zeigt sich eine Druckstelle.

Beobachten und melden:

  • Diarrhö, abdominelle Krämpfe und Meteorismus (Blähungen). Mögliche Ursachen sind ein zu schneller Kostaufbau, die Bolusgabe, eine bakterielle Kontamination oder zu kalte Sondenkost. Weitere Ursachen sind eine Hypoalbuminämie, Ballaststoffmangel, Medikamente und eine Dysbiose. Auch eine Chemo- oder Strahlentherapie, eine intestinale Sondenlage oder die Grunderkrankung kommen in Frage. Je nach Ursache wird gegengesteuert. Beispiele sind die Dosierung vom Vortag, kontinuierliche Zufuhr statt Bolus, Sondenkost mit Raumtemperatur oder ein Wechsel von Überleitsystem und Nahrung. Auch an eine osmotische oder infektiöse Diarrhö ist zu denken.
  • Verträglichkeit, Zeichen einer Dehydratation und Ödeme. Dazu kommen Flüssigkeitsbilanz, Gewichtskontrollen, Blutzucker-Tagesprofile und Blutkontrollen. Bei Sondenkost mit niedermolekularen Kohlenhydraten ist eine Hyperglykämie möglich.
  • ausgetrocknete Schleimhäute: Weil der Mensch nichts isst und weniger Speichel bildet, können die Schleimhäute austrocknen. Sie können sich dann auch entzünden. Mund- und Nasenpflege sind wichtig, dazu Soor- und Parotitisprophylaxe. Die Nasenlöcher tupfst du täglich mit Watteträgern und warmem Wasser aus und pflegst sie mit Nasensalbe.
  • Druckstellen am Naseneingang: Die Fixierung wird täglich gewechselt und abwechselnd an verschiedenen Stellen angebracht. Die Sonde darf nicht auf die Nasenflügel drücken. Beim Pflasterwechsel hältst du sie gut fest, damit sie nicht herausrutscht. Säuglinge greifen oft in eine abstehende Sondenschlaufe. Fäustlinge verhindern, dass sie die Sonde herausziehen.
  • Pneumonie: Menschen mit transnasaler Sonde neigen zu einer Schonatmung. Deshalb ist eine Pneumonieprophylaxe sehr wichtig.
  • Wundinfektion: Bei der PEG ist sie die häufigste Komplikation. Deshalb ist ein hygienisch einwandfreier Verbandwechsel sehr wichtig. Nach der Anlage ist er in den ersten Tagen aseptisch, nach der Wundheilung alle 2–3 Tage steril. Nach 2–4 Wochen ist der Stomakanal abgeheilt, dann braucht es nicht mehr zwingend einen Verband. Zu intensive Pflege mit täglicher Desinfektion oder Salben ist nicht ratsam, weil sie Mykosen und Ekzeme begünstigt. Beim Verbandwechsel wird die PEG mobilisiert: um 360° drehen und 2–3 cm hin- und herschieben. Das verhindert, dass die innere Halteplatte in die Magenwand einwächst (Buried-bumper-Syndrom). Eine Jet-PEG wird nicht gedreht, eine FKJ nicht mobilisiert, damit sie nicht verrutschen. An der Eintrittsstelle achtest du auf Entzündungszeichen, Sekretabsonderung und Hypergranulation.
  • nach einer PEG-Anlage: Vitalzeichen, Nachblutung, Entzündungszeichen, Abwehrspannung und Schmerzen im Bauch. Nach 24 Stunden wird die äußere Halteplatte gelockert. Bei einer gastralen PEG gilt 24 Stunden Nahrungs- und Flüssigkeitskarenz, ärztliche Anordnung einholen.
  • bei einer Entleerungssonde: das Sekret auf Menge, Aussehen, Geruch, Konsistenz und Beimengungen. Der Beutel hängt unter Magenniveau.
  • weitere Komplikationen beim Legen und bei liegender Sonde: Nasenbluten und ein falscher Weg (Via falsa). Ein Vagusreiz kann eine Bradykardie oder einen Herzstillstand auslösen. Die Sonde kann in die Luftröhre verrutschen. Perforationen kommen fast nur bei vorgeschädigten Organen vor. Nach längerer Liegedauer können Ulzerationen in Speiseröhre und Magen entstehen. Wenn die Sonde verstopft oder herausgerutscht ist, wird sie nach Rücksprache mit dem Arzt gewechselt.
قاعدة عملية

Bei Sondenernährung beobachtest du die Verträglichkeit. Eine transnasale Sonde fixierst du täglich neu und abwechselnd an verschiedenen Stellen. An der PEG-Eintrittsstelle achtest du auf Entzündungszeichen, Sekret und Hypergranulation.

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Welche Komplikationen beobachtest du bei Sondenernährung?

Diarrhö, Krämpfe, Meteorismus: Ursache suchen, z. B. zu schneller Kostaufbau oder zu kalte Sondenkost; trockene Schleimhäute: Mund- und Nasenpflege, Soor- und Parotitisprophylaxe; Druckstellen am Naseneingang: Fixierung täglich wechseln, abwechselnd an verschiedenen Stellen; Pneumonie bei transnasaler Sonde: Pneumonieprophylaxe; PEG: Wundinfektion ist die häufigste Komplikation, hygienisch einwandfreier Verbandwechsel, mobilisieren (nicht bei Jet-PEG)

Wie beugst du Druckstellen durch eine transnasale Sonde vor?

Bei Sondenernährung beobachtest du die Verträglichkeit. Eine transnasale Sonde fixierst du täglich neu und abwechselnd an verschiedenen Stellen. An der PEG-Eintrittsstelle achtest du auf Entzündungszeichen, Sekret und Hypergranulation.

تدرّب على الحالةHerr Aydın — wenn es über den Mund nicht reicht: Sonde, Beobachtung, Bilanz