Oberkörperhochlage und Positionswechsel

تدرّب على الحالةHerr Russo, 82 — der erste Tag nach der Operation
معرفة تمريضية

Atemunterstützende Positionierung

Herr S. ist im Bett zum Fußende gerutscht. Er sitzt zusammengesunken, sein Bauch drückt gegen den Brustkorb.

Grundsätzlich wird die Lunge bei jedem Positionswechsel besser belüftet und durchblutet. Einige Positionierungen unterstützen die Atmung zusätzlich:

  • Oberkörperhochlage: Der Bauch drückt weniger auf den Brustkorb, und das Zwerchfell, der wichtigste Atemmuskel, kann sich leichter nach unten ausdehnen. So fällt das Einatmen leichter. Der Oberkörper sollte in einem Winkel von etwa 30–40° erhöht sein. Du achtest auf den physiologischen Hüftknick und setzt eventuell eine Rutschbremse ein. Die Unterarme unterlagerst du zur Unterstützung der Atemhilfsmuskulatur. Sackt der Mensch im Sitzen zusammen, weil seine Muskelspannung zu gering ist, beendest du die Position, denn dann kann er nicht frei atmen. Kontraindikationen sind Kreislaufstörungen und Krankheiten der Wirbelsäule.
  • Hochschräglage bei Säuglingen: mindestens 10°. Das Herunterrutschen verhinderst du mit einem Lagerungshilfsmittel, zum Beispiel einer Handtuchrolle. Indikationen sind Atemnot und eine erhöhte Aspirationsgefahr.
  • Bauchlage: Darin werden die hinteren (dorsalen) Lungenbereiche belüftet. Sie darf nur unter Monitoring auf der Intensivstation und mit ärztlicher Anordnung durchgeführt werden.

Die Oberkörperhochlage sollte sich möglichst immer mit anderen Positionen abwechseln. Sonst sind die unteren Lungenabschnitte ununterbrochen schlecht belüftet.

Manchmal ist die Oberkörperhochlage nicht möglich, weil eine strikt flache Lage ärztlich verordnet ist, zum Beispiel bei einer Wirbelsäulenverletzung. Dann finden Essen und Pneumonieprophylaxe in Seitenlage statt.

Länger als 30 Minuten hoch

Dauert eine Oberkörperhochlagerung länger als 30 min, ist Vorsicht geboten: Auf Steiß und Sitzbeine wirken dann höhere Spitzendrücke. Dann muss die Dekubitusprophylaxe über Mikrolagerungen erfolgen.

قاعدة عملية

Die Oberkörperhochlage mit etwa 30–40° und unterlagerten Unterarmen erleichtert das Einatmen. Möglichst solltest du sie nur abwechselnd mit anderen Positionen einsetzen. Du achtest auf den Hüftknick, und ab 30 Minuten sind Mikrolagerungen nötig.

اختبر نفسك

Herr S. ist zum Fußende gerutscht und sitzt zusammengesunken. Was tust du?

Ihn neu in Oberkörperhochlage positionieren: Winkel etwa 30–40°; auf den physiologischen Hüftknick achten, eventuell Rutschbremse; Unterarme unterlagern; sackt er wegen zu geringer Muskelspannung zusammen: Position beenden; im Wechsel mit anderen Positionen, ab 30 min Mikrolagerungen

Wie positionierst du einen Menschen in Oberkörperhochlage, und worauf achtest du?

Die Oberkörperhochlage mit etwa 30–40° und unterlagerten Unterarmen erleichtert das Einatmen. Möglichst solltest du sie nur abwechselnd mit anderen Positionen einsetzen. Du achtest auf den Hüftknick, und ab 30 Minuten sind Mikrolagerungen nötig.

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