Rheuma: Bewegung oder Schonung?

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معرفة تمريضية

Bewegung statt Schonung

Der Sohn von Frau A. bittet dich beiseite: „Können Sie ihr sagen, dass sie sich schonen soll? Sie schleppt sich zur Gymnastik, obwohl alles wehtut.“

Nein. Und du darfst ihm erklären, warum.

Die Leitlinie sagt es in einem Satz: Schonung und Ruhe haben für die meisten Menschen mit rheumatoider Arthritis mehr negative als positive Folgen und können zu zunehmender Schwäche und funktioneller Beeinträchtigung führen. Die Bewegungstherapie wirkt genau dem entgegen. Pflege heute wird noch deutlicher: Langes Ruhen lässt die Gelenke einsteifen und führt auf Dauer zu Kontrakturen. Kein Patient mit einer rheumatischen Erkrankung darf auf Bewegung verzichten. Bei einer Kontraktur steht das Gelenk in einer Zwangshaltung, die der Betroffene nicht selbst auflösen kann. Auch von außen lässt es sich kaum noch bewegen, und wenn, dann unter starken Schmerzen.

Belegt sind regelmäßige, individuell abgestimmte dynamische Bewegungsübungen. Spezielle Kraft- und Ausdauerprogramme können Muskelkraft und den Grad der funktionellen und psychischen Beeinträchtigung verringern, ohne Schmerz, Krankheitsaktivität oder die Gelenkstruktur zu verschlechtern. Krafttraining ist dabei für Lebensqualität und Funktion wirksamer als Ausdauertraining. Übungen im warmen Bewegungsbad werden von Betroffenen subjektiv besser bewertet, was die Mitarbeit erhöht. Die Funktion besserte sich in der Studie bei beiden Verfahren ähnlich.

Und im Schub? Auch dann nicht ins Bett. Die Leitlinie empfiehlt, die bisherige Sportart oder das Bewegungsangebot schmerzadaptiert weiterzuführen. Bestimmte Sportarten auszuschließen ist ausdrücklich nicht nötig. Deine Aufgabe ist es, die Motivation zu Bewegung zu fördern.

Deine pflegerischen Anteile sind vier:

  • Kontrakturenprophylaxe durch richtige Positionsunterstützung sowie aktives und passives Durchbewegen der Gelenke.
  • Kräftigung der Muskulatur durch tägliche Eigenübungen nach Anleitung.
  • Sturzprophylaxe, bei Frakturgefahr gegebenenfalls Hüftprotektoren.
  • die Motivation, dranzubleiben. Die langfristige Mitarbeit wird durch persönlichen Kontakt zu Therapeuten und zur Gruppe gestärkt.
قاعدة عملية

Schonung und Ruhe haben für die meisten Menschen mit rheumatoider Arthritis mehr negative als positive Folgen. Auch im Schub wird die Bewegung schmerzadaptiert fortgeführt, und deine Anteile sind Kontrakturenprophylaxe, tägliche Eigenübungen, Sturzprophylaxe und Motivation.

اختبر نفسك

Ein Angehöriger möchte, dass sich die Patientin schont. Was antwortest du, und was gilt im Schub?

Schonung und Ruhe haben für die meisten Menschen mit rheumatoider Arthritis mehr negative als positive Folgen. Sie führen zu funktioneller Beeinträchtigung und wachsender Schwäche. Wer lange ruht, dessen Gelenke steifen ein, und auf Dauer entstehen Kontrakturen. Belegt sind regelmäßige, individuell abgestimmte dynamische Bewegungsübungen. Kraft- und Ausdauerprogramme verringern Muskelschwäche und funktionelle Beeinträchtigung ohne Verschlechterung von Schmerz oder Gelenkstruktur, Krafttraining ist dabei wirksamer als Ausdauertraining. Im akuten Schub die bisherige Sportart schmerzadaptiert weiterführen. Bestimmte Sportarten auszuschließen ist nicht nötig. Pflegerische Anteile: Kontrakturenprophylaxe durch Positionsunterstützung und aktives wie passives Durchbewegen, tägliche Eigenübungen nach Anleitung, Sturzprophylaxe (ggf. Hüftprotektoren), Motivation über persönlichen Kontakt zu Therapeuten und Gruppe.

Was sagt die Leitlinie zu Schonung bei rheumatoider Arthritis, und was gilt im akuten Schub?

Schonung und Ruhe haben für die meisten Menschen mit rheumatoider Arthritis mehr negative als positive Folgen. Auch im Schub wird die Bewegung schmerzadaptiert fortgeführt, und deine Anteile sind Kontrakturenprophylaxe, tägliche Eigenübungen, Sturzprophylaxe und Motivation.

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