Bewusstseinsstörung: Somnolenz, Sopor, Koma

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معرفة تمريضية

Bewusstsein

Herr N. ist heute Morgen kaum wach zu bekommen. Erst als du laut seinen Namen rufst, öffnet er kurz die Augen.

Im Zustand des Bewusstseins sind dir die eigene Person und deine Erlebnisse gegenwärtig. Eine Bewusstseinsstörung ist eine Veränderung dieser Bewusstseinslage. Sie ist Ausdruck einer (akuten) Gesundheitsstörung und kann für den Menschen unter Umständen lebensbedrohlich sein. Reizaufnahme und Steuerungsfunktionen des ZNS sind vermindert, und Schutzreflexe wie der Hustenreflex können ausfallen.

Die Ursachen sind vielfältig, zum Beispiel:

  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Intoxikationen, etwa mit Alkohol
  • Schlaganfall
  • Hirntumoren
  • hypertensive Krise
  • Sonnenstich
  • Exsikkose, häufig bei älteren Menschen
  • Stoffwechselstörungen, etwa Hypo- oder Hyperglykämie

Bewusstseinsstörungen sind quantitativ oder qualitativ. Quantitativ beschreibt den Wachheitsgrad eines Menschen:

  • absolute Wachheit: keine Störung des Bewusstseins
  • Benommenheit: Die Aufmerksamkeit ist vermindert. Der Mensch handelt noch spontan, aber verlangsamt.
  • Somnolenz: Der Mensch ist schläfrig. Du kannst ihn aber mit einfachen Reizen wie lautem Anrufen wecken.
  • Sopor: Der Mensch schläft. Wecken kannst du ihn nur mit starken Reizen, zum Beispiel festem Kneifen. Er reagiert ungezielt, etwa mit Abwehrbewegungen oder Lallen.
  • Koma: Der Mensch ist bewusstlos und zeigt auf Reize keine Reaktion. Bei tiefem Koma sind physiologische Reflexe wie Pupillen- und Hornhautreflex erloschen, und auch Regulationsmechanismen von Atmung und Kreislauf sind gestört.

Bei einer qualitativen Bewusstseinsstörung kann der Mensch Informationen aus der Umwelt inhaltlich nicht richtig deuten (Bewusstseinseintrübung, -einengung, -verschiebung). Sie kommt häufig bei psychiatrischen Erkrankungen vor und tritt akut oder chronisch auf.

Das Bewusstsein beurteilst du mit der Glasgow-Koma-Skala. Mit einem Punktesystem bewertet sie die beste motorische Reaktion, die beste verbale Kommunikation und das Öffnen der Augen. Bei Kindern unter 3 Jahren ist sie nur begrenzt einsetzbar, für sie gibt es eine angepasste Version. Damit du Veränderungen bei einer Bewusstseinsstörung früh erkennst, sind engmaschige Verlaufskontrollen notwendig.

Delir

Das Delir ist eine Sonderform der akuten qualitativen Bewusstseinsstörung. Üblicherweise verschlechtert sich die kognitive Leistungsfähigkeit innerhalb weniger Stunden bis Tage plötzlich, und die Wahrnehmung ist verändert. Seine Ursachen sind organisch, und es ist ein psychiatrischer Notfall. Bei Verdacht informierst du umgehend einen Arzt.

قاعدة عملية

Somnolent heißt schläfrig, aber mit einfachen Reizen wie lautem Anrufen weckbar. Soporös heißt nur durch starke Reize erweckbar, komatös heißt keine Reaktion auf Reize. Bei Verdacht auf ein Delir informierst du umgehend einen Arzt.

اختبر نفسك

Herr N. öffnet erst die Augen, als du laut seinen Namen rufst. Wie heißt dieser Wachheitsgrad?

Somnolenz: schläfrig, aber mit einfachen Reizen wie lautem Anrufen weckbar; zur Abgrenzung: Sopor nur mit starken Reizen weckbar, Koma keine Reaktion auf Reize

Wie unterscheiden sich Somnolenz, Sopor und Koma?

Somnolent heißt schläfrig, aber mit einfachen Reizen wie lautem Anrufen weckbar. Soporös heißt nur durch starke Reize erweckbar, komatös heißt keine Reaktion auf Reize. Bei Verdacht auf ein Delir informierst du umgehend einen Arzt.

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