Dekubitusprophylaxe: was nicht hilft
Im Fall übenHerr Aydın — handeln: Bewegen, Intervall, Position, Ferse, UnterlagePflegerituale
Einige Maßnahmen wurden lange geübt. Für sie ist nachgewiesen, dass sie das Dekubitusrisiko nicht senken und den Menschen unter Umständen mehr schaden als nützen.
- Kein Eisen und Föhnen. Es wirkt nicht und erhöht sogar die Infektionsgefahr, weil der Föhn Keime auf die Haut bläst. Bei falscher Anwendung drohen zusätzlich Kälteschäden und Verbrennungen.
- Kein Franzbranntwein. Er verbessert die Hautdurchblutung nicht. Der Alkohol entfettet die Haut und macht sie gegen Druck weniger widerstandsfähig.
- Keine Massage und keine hyperämisierenden, also durchblutungsfördernden Einreibungen, auch keine ätherischen Öle. Sie steigern die Hautdurchblutung nicht dauerhaft.
- Keine Salben und Cremes, die die Poren verschließen und die Hautatmung behindern. Dazu zählen Vaseline, Zinkpaste und Melkfett.
- Keine vorbeugenden Desinfektionsmittel. Die Keime der Haut sind normal und halten den Platz besetzt. Ein Antiseptikum zerstört diese natürliche Hautflora mit.
- Kein Gummi und kein Plastik unter dem Menschen. Nicht atmungsaktive Unterlagen hindern die Haut daran, ihren Feuchtigkeitsgehalt selbst zu regeln.
Ebenfalls ungeeignet als Hilfsmittel: ringförmige Auflagen, Wattepolster und Wattverbände sowie luft- oder wassergefüllte Handschuhe.
Von flüssigkeits- oder luftgefüllten Hilfsmitteln zur Dekubitusprophylaxe wird bei Kindern und Erwachsenen abgeraten. Der Grund: Oft ist nicht gewährleistet, dass sich der Druck unter den Prädilektionsstellen großflächig und gleichmäßig verteilt. Bei Gelkissen prüfst du deshalb, ob sie den Druck so verteilen, bevor du sie dauerhaft einsetzt.
Diese Maßnahmen senken das Dekubitusrisiko nicht und schaden unter Umständen mehr, als sie nützen:Eisen und FöhnenFranzbranntweinMassagenporenverschließende Salben
Teste dich selbst
Welche Maßnahmen gehören NICHT in die Dekubitusprophylaxe?
Eisen und Föhnen (wirkungslos, bläst Keime auf die Haut, dazu Kälteschäden und Verbrennungen möglich); Franzbranntwein (verbessert die Durchblutung nicht, der Alkohol entfettet die Haut); Massagen, hyperämisierende (durchblutungsfördernde) Einreibungen und ätherische Öle (steigern die Hautdurchblutung nicht dauerhaft); Porenverschließende Salben und Cremes wie Vaseline, Zinkpaste, Melkfett; Vorbeugende Desinfektionsmittel (zerstören die natürliche Hautflora); Gummi- und Plastikunterlagen (nicht atmungsaktiv); Ungeeignete Hilfsmittel: ringförmige Auflagen, Wattepolster und Wattverbände, luft- oder wassergefüllte Handschuhe
Welche verbreiteten Maßnahmen zur Dekubitusprophylaxe sind nachweislich unwirksam oder schädlich?
Diese Maßnahmen senken das Dekubitusrisiko nicht und schaden unter Umständen mehr, als sie nützen: Eisen und Föhnen; Franzbranntwein; Massagen; porenverschließende Salben