Hautkolorit, Hauttemperatur und Hautturgor

Im Fall übenHerr Aydın — die Haut beurteilen: Fingertest, Kategorien, Abgrenzung
Pflege-Wissen

Haut beobachten und beurteilen

Beim Waschen, beim Umlagern, beim Anziehen: Jedes Mal siehst du die Haut. Die Frage ist nur, wonach du schaust.

Gesunde Haut ist rosig, warm und damit gut durchblutet, elastisch, trocken und intakt. Davon ausgehend beurteilst du vier Dinge.

  • Hautkolorit, also die Farbe: Rot zeigt sich zum Beispiel bei Bluthochdruck, Fieber, Ekzemen oder Entzündungen. Blass oder fahl zeigt sich bei niedrigem Blutdruck oder einer Blutarmut (Anämie). Bläulich heißt Zyanose und damit Sauerstoffmangel. Gelblich heißt Ikterus, etwa bei Versagen der Leberfunktion.
  • Hauttemperatur (auch Körperschalentemperatur genannt): Sie liegt normalerweise bei 28 bis 33 Grad. Das sind drei bis vier Grad unter der Körperkerntemperatur. An Armen und Beinen ist sie oft niedriger. Kühl und blass deutet auf weniger Durchblutung, heiß und rot auf mehr.
  • Hautoberfläche: intakt, trocken und geschmeidig ist gesund. Fettig, zu trocken oder schuppig sagt etwas über Flüssigkeitshaushalt, Hormone, Mangelzustände oder einen Pilzbefall (Mykose).
  • Hautturgor, also die Spannung: Du nimmst die Haut locker zwischen zwei Finger. Bleibt die Falte stehen, spricht das für eine Austrocknung (Dehydratation). Am Handrücken ist das ein einfacher Test. Bei alten Menschen gilt er allerdings nicht. Den Hautturgor darfst du bei älteren Menschen nicht zur Beurteilung des Flüssigkeitsstatus verwenden.

Höre auf das, was der Mensch über Druck und Schmerz sagt, auch dann, wenn du ihn eben erst bewegt hast. Warte aber nie darauf. Wer in der Wahrnehmung gestört ist, spürt Schmerz nur abgeschwächt oder gar nicht. Das betrifft zum Beispiel Menschen mit einer Polyneuropathie bei Diabetes mellitus oder mit einer Halbseitenlähmung. Genau sie sind besonders gefährdet.

Die Einschätzung des Dekubitusrisikos gehört immer zur Beurteilung des Hautzustands dazu. Gesunde Haut ist weniger anfällig, weil ihr Stoffwechsel normal läuft und sie geschmeidig und gut durchblutet ist.

Faustregel

Du beurteilst die Haut nach vier Kriterien:HautkoloritHauttemperaturHautoberflächeHautturgorGesunde Haut ist rosig, warm, elastisch, trocken und intakt.

Teste dich selbst

Nach welchen vier Kriterien wird die Haut beobachtet und beurteilt?

Hautkolorit (Farbe): rot z. B. bei Fieber, Bluthochdruck, Ekzemen, Entzündungen; blass/fahl z. B. bei Anämie oder niedrigem Blutdruck; bläulich = Zyanose bei Sauerstoffmangel, gelblich = Ikterus (z. B. Leberversagen).; Hauttemperatur (Körperschalentemperatur): normal 28–33 °C, drei bis vier Grad unter der Körperkerntemperatur, an den Extremitäten oft niedriger. Kühl und blass = weniger Durchblutung, heiß und rot = mehr.; Hautoberfläche: gesund intakt, trocken, geschmeidig.; Hautturgor: Bleibt eine abgehobene Hautfalte stehen, spricht das für Dehydratation. Der Handrücken-Test gilt aber nicht bei alten Menschen: Bei ihnen darfst du den Hautturgor nicht zur Beurteilung des Flüssigkeitsstatus verwenden. Gesunde Haut ist rosig, warm, elastisch, trocken und unversehrt. Die Einschätzung des Dekubitusrisikos gehört immer dazu. Auf Druck- und Schmerzäußerungen hören, aber nie darauf warten: Bei gestörter Wahrnehmung (z. B. Polyneuropathie bei Diabetes mellitus, Halbseitenlähmung) fehlt das Warnsignal. Gerade diese Menschen sind besonders gefährdet.

Nach welchen vier Kriterien beurteilst du die Haut?

Du beurteilst die Haut nach vier Kriterien: Hautkolorit; Hauttemperatur; Hautoberfläche; Hautturgor Gesunde Haut ist rosig, warm, elastisch, trocken und intakt.

Im Fall übenHerr Aydın — die Haut beurteilen: Fingertest, Kategorien, Abgrenzung