Demenz: was du im Gespräch vermeidest

Im Fall übenFrau Hartmann, 80 — die Zettel in der Küche
Pflege-Wissen

Was du im Gespräch vermeidest

Herr E. fragt nach seiner Mutter. „Die ist doch längst gestorben“, sagt eine Kollegin. Er beginnt zu weinen.

Außerdem hilft dir im Gespräch:

  • Du sprichst ihn mit seinem Namen und von vorne an. Während des Gesprächs bleibst du in seinem Blickfeld.
  • Du stellst eindeutige Fragen und wiederholst sie bei Bedarf. Du vermeidest „Wenn-dann“-Sätze und „Oder“-Fragen.
  • Gesten, Blicke oder Berührung unterstützen das, was du sagst.
  • Du lässt ihm Zeit beim Sprechen und springst nicht gleich ein, wenn ihm ein Wort nicht einfällt.

Auf keinen Fall:

  • über seinen Kopf hinweg reden
  • korrigieren, zum Beispiel „Ihre Mutter ist doch längst gestorben!“
  • Gefühle herunterspielen, zum Beispiel „Bei dem schönen Wetter sind wir doch nicht traurig!“
  • tadeln, zum Beispiel „Dass Sie so böse sind, finde ich gar nicht schön.“
  • nachbohren, zum Beispiel „Jetzt überlegen Sie doch mal, wie war das genau?“
  • Quizfragen, zum Beispiel „Wissen Sie noch, wie ich heiße?“
Faustregel

Mit Namen und von vorne ansprechen, im Blickfeld bleiben. Nie korrigieren, tadeln, nachbohren, Quizfragen stellen oder über seinen Kopf hinweg reden.

Teste dich selbst

Was ist an der Frage „Wissen Sie noch, wie ich heiße?“ falsch?

Sie ist eine Quizfrage.; Quizfragen stellst du einem Menschen mit Demenz auf keinen Fall.

Welche Fehler vermeidest du im Gespräch mit einem Menschen mit Demenz?

Mit Namen und von vorne ansprechen, im Blickfeld bleiben. Nie korrigieren, tadeln, nachbohren, Quizfragen stellen oder über seinen Kopf hinweg reden.

Im Fall übenFrau Hartmann, 80 — die Zettel in der Küche