Demenz im Krankenhaus: Relokations-Stresssyndrom

Im Fall übenFrau Hartmann, 81 — seit gestern Abend anders
Pflege-Wissen

Teufelskreis Delir und Demenz

Frau H. lebt seit Jahren gut im Heim. Zwei Tage nach der Aufnahme ins Krankenhaus erkennt sie ihre Tochter nicht mehr.

Für einen Menschen mit fortgeschrittener Demenz ist das Krankenhaus ein gänzlich fremder Ort mit unbekannten Menschen. Den Tagesablauf kennt er nicht. Immer wieder ist er in neuen Situationen. Um sich anzupassen, muss er sie kognitiv bewältigen. Genau die Gedächtnisfähigkeiten, die er dafür braucht, sind aber beeinträchtigt.

Deshalb kann ein Krankenhausaufenthalt Stressreaktionen auslösen. Dadurch können sich die kognitiven Fähigkeiten verschlechtern, oder es kommt zusätzlich zu einer akuten Verwirrtheit, einem Delir. Daraus kann ein Teufelskreis werden:

  • Ein Risikofaktor für ein Delir sind kognitive Beeinträchtigungen.
  • Ein Delir führt in der Regel zu einer Verschlechterung der Demenz.

Die Stressreaktionen, die ein Umgebungswechsel auslöst, heißen auch Relokations-Stresssyndrom. Diese Reaktionen können zusätzliche physiologische oder psychosoziale Störungen verursachen, zum Beispiel Rückzug, Unsicherheit, Angst und Depression.

Faustregel

Ein Krankenhausaufenthalt kann bei Demenz Stress auslösen. Ein Risikofaktor für ein Delir sind kognitive Beeinträchtigungen, und ein Delir verschlechtert in der Regel die Demenz.

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Was ist das Relokations-Stresssyndrom?

Stressreaktionen, die ein Umgebungswechsel auslöst; mögliche Folgen: Rückzug, Unsicherheit, Angst, Depression

Warum kann ein Krankenhausaufenthalt für einen Menschen mit Demenz in einen Teufelskreis führen?

Ein Krankenhausaufenthalt kann bei Demenz Stress auslösen. Ein Risikofaktor für ein Delir sind kognitive Beeinträchtigungen, und ein Delir verschlechtert in der Regel die Demenz.

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