Demenz: Primär- und Sekundärsymptome
Im Fall übenFrau Hartmann, 80 — der Tag des EinzugsPflege-Wissen
Primär- und Sekundärsymptome
Frau L. findet ihre Brille nicht. „Das war wieder die vom Nachbarzimmer“, ruft sie.
Aus den Primärsymptomen einer Demenz entstehen häufig Sekundärsymptome. Viel Verhalten, das zunächst rätselhaft wirkt, lässt sich so erklären:
- Eine Orientierungsstörung (räumlich, zeitlich, situativ und zur Person) entsteht durch die gestörte Urteilsfähigkeit, die Agnosie oder die Gedächtnisstörung.
- Nimmt der Mensch seine Symptome und ihre Folgen wahr, entsteht eine reaktive Depression.
- Aus der Orientierungslosigkeit entsteht Angst.
- Aggressivität entsteht als Reaktion auf Angst, weil er die Situation nicht richtig einschätzen kann.
- Wahnideen und Wahnvorstellungen entstehen, wenn er versucht, sich seine Lage zu erklären: „Warum finde ich nichts? Weil die anderen es verstecken!“
- Durch die Amnesie entstehen Perseverationen und sich monoton wiederholende Bewegungen, zum Beispiel Schaukeln, Nesteln, Sich-Kratzen oder stundenlanges Tischabwischen. Sie dienen dazu, Lücken auszufüllen und sich selbst noch wahrzunehmen.
- Apathie und Rückzug in die Vergangenheit entstehen, wenn er in einer Situation, die er sich nicht erklären kann, resigniert.
- Kann der Mensch die Toilette nicht finden oder seine eigenen Bedürfnisse nicht richtig einschätzen, entsteht eine Stuhl- und Harninkontinenz.
Faustregel
Viele Verhaltensweisen bei Demenz sind Sekundärsymptome: Angst entsteht aus der Orientierungslosigkeit, Aggressivität als Reaktion auf Angst, Wahnideen aus dem Versuch, sich seine Lage zu erklären.
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Frau L. findet ihre Brille nicht und sagt, jemand habe sie versteckt. Wie lässt sich das erklären?
als Sekundärsymptom einer Demenz; Sie versucht, sich ihre Situation zu erklären.; Daraus entstehen Wahnideen.
Wie entstehen Angst, Aggressivität und Wahnideen bei einem Menschen mit Demenz?
Viele Verhaltensweisen bei Demenz sind Sekundärsymptome: Angst entsteht aus der Orientierungslosigkeit, Aggressivität als Reaktion auf Angst, Wahnideen aus dem Versuch, sich seine Lage zu erklären.