Demenz-Diagnostik: MMST und DemTect

Im Fall übenFrau Hartmann, 80 — die Zettel in der Küche
Pflege-Wissen

Diagnostik

Herr K. soll in einen Kreis die Zahlen einer Uhr zeichnen und die Zeiger auf 11.10 Uhr stellen.

Eine Demenz wird mit mehreren Untersuchungen festgestellt:

  • Anamnese, möglichst auch Fremdanamnese
  • neuropsychologische Tests: Sie schätzen die kognitiven Funktionen ein. Einen idealen Test gibt es bisher nicht. Ein Teil dieser Tests kann an Pflegefachpersonen delegiert werden.
  • Blutuntersuchungen: Sie sollen vor allem andere Erkrankungen erfassen, die kognitive Störungen machen.
  • bildgebende Verfahren (CT, MRT): Sie decken behandelbare Ursachen auf und zeigen Veränderungen im Gehirn.
  • Liquoruntersuchung: Bei der Alzheimer-Demenz zeigt sie erhöhte Konzentrationen von Tau-Proteinen.

Häufig genutzte Tests sind:

  • Mini-Mental-Status-Test (MMST): Er prüft Merkfähigkeit und Orientierung, Rechenfähigkeit und Aufmerksamkeit, die Erinnerungsfähigkeit, die Sprache und die Fähigkeit zu schreiben oder zu zeichnen. Eingesetzt wird er vor allem, um den Schweregrad einzuteilen. Eine leichte Demenz wird damit häufig übersehen.
  • DemTect: Der Mensch merkt sich eine Wortliste und erinnert sie später. Er wandelt Zahlen in Ziffern um und umgekehrt, zählt Supermarktartikel auf und wiederholt Zahlenfolgen rückwärts. Der DemTect erfasst mehr leicht Betroffene.
  • Uhren-Zeichen-Test: Der Mensch zeichnet ein Ziffernblatt in einen Kreis und stellt die Zeiger auf 11.10 Uhr. Die Zeichnung lässt Schlüsse darauf zu, wie ausgeprägt die Erkrankung ist. Als Ergänzung ist der Test geeignet, als alleiniger Test nicht.

Wichtig ist vor allem, zwei Erkrankungen auszuschließen: eine Depression, die eine Demenz vortäuschen kann (Pseudodemenz), und ein Delir, das oft behandelbare Ursachen hat.

Faustregel

Neuropsychologische Tests wie MMST, DemTect und Uhren-Zeichen-Test schätzen die kognitiven Funktionen ein. Auszuschließen sind vor allem eine Depression und ein Delir.

Teste dich selbst

Wofür wird der Mini-Mental-Status-Test (MMST) vor allem eingesetzt, und was ist seine Schwäche?

vor allem für die Einteilung des Schweregrads; eine leichte Demenz wird damit häufig übersehen; der DemTect erfasst mehr leicht Betroffene

Welche zwei Erkrankungen müssen bei Verdacht auf Demenz vor allem ausgeschlossen werden?

Neuropsychologische Tests wie MMST, DemTect und Uhren-Zeichen-Test schätzen die kognitiven Funktionen ein. Auszuschließen sind vor allem eine Depression und ein Delir.

Im Fall übenFrau Hartmann, 80 — die Zettel in der Küche