Demenz: typische Symptome und Beginn

Im Fall übenFrau Hartmann, 80 — die Zettel in der Küche
Pflege-Wissen

Symptome

Herr K. schreibt sich alles auf kleine Zettel. Fragst du nach, sagt er: „Das weiß ich doch alles.“

Der Verlauf und die Gewichtung der Symptome hängen von der Form der Demenz ab. Meist fängt sie aber langsam an, mit leichten Gedächtnisstörungen. Der Mensch vergisst Erledigungen oder Verabredungen, und was kürzlich geschehen ist, vergisst er zuerst. Viele Kranke gleichen das aus, zum Beispiel mit „Merkzettelchen“, und verbergen ihre Defizite vor der Umgebung. Schon früh fällt es dem Menschen auch schwerer, komplexere Probleme zu lösen. Danach kommen Orientierungsstörungen. Im weiteren Verlauf gehen immer mehr Fähigkeiten für den Alltag verloren.

Typische Symptome einer Demenz sind:

  • Gedächtnisstörungen: Zuerst nimmt die Lernfähigkeit für Neues ab, später ist auch das Altgedächtnis beeinträchtigt.
  • Denkstörungen: Informationsverarbeitung und Konzentration sind gestört. Abstraktions-, Urteils- und Problemlösungsvermögen werden zunehmend beeinträchtigt.
  • Werkzeugstörungen: Apraxie, Aphasie, Agnosie
  • Orientierungsstörungen zu Raum, Zeit, Situation und Personen: Zuerst findet sich der Mensch zum Beispiel in fremder Umgebung nicht zurecht oder erkennt Menschen nicht, die er kürzlich kennengelernt hat. Später findet er sich auch in gewohnter Umgebung nicht mehr zurecht und erkennt vertraute Personen nicht.
  • affektive Störungen: Affektlabilität (stark schwankende Gefühle), Affektinkontinenz (zum Beispiel Weinen beim geringsten Anlass), Depression, Missmut, Aggressionen
  • Antriebsstörungen, am häufigsten Antriebsarmut, dazu sozialer Rückzug
Faustregel

Eine Demenz beginnt meist langsam: Kürzlich Geschehenes wird zuerst vergessen. Später folgen Orientierungsstörungen, und immer mehr Alltagsfähigkeiten gehen verloren.

Teste dich selbst

Welche Werkzeugstörungen gehören zu den typischen Symptomen einer Demenz?

Apraxie; Aphasie; Agnosie

Wie beginnt eine Demenz meist, und was folgt danach?

Eine Demenz beginnt meist langsam: Kürzlich Geschehenes wird zuerst vergessen. Später folgen Orientierungsstörungen, und immer mehr Alltagsfähigkeiten gehen verloren.

Im Fall übenFrau Hartmann, 80 — die Zettel in der Küche