Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Im Fall übenMurat Aydın, 49 — die Diagnose
Pflege-Wissen

Kinder und Jugendliche

Lena, 15, hat seit einer Woche Typ-1-Diabetes. Ihr kleiner Bruder fragt: „Und wer kümmert sich jetzt um mich?“

Bekommt ein Kind die Diagnose, werden die Eltern von Beginn an in Pflege und Therapie einbezogen. Sie sind in einer emotionalen Ausnahmesituation. Je nach Alter übernimmt das Kind selbst mehr Verantwortung:

  • Kindergarten und Vorschule: Das Verständnis für die Krankheit fehlt noch. Einfache Fragen mit eigener Entscheidung fördern die Mitarbeit, zum Beispiel: Welcher Finger wird für die Messung genommen?
  • Grundschule: Nach altersgerechter Anleitung können Kinder Blutzucker messen und Insulin spritzen. Langzeitfolgen sind noch nicht greifbar, deshalb helfen kurzfristige Ziele.
  • Jugendliche: Ihre Therapie können Jugendliche eigenverantwortlich managen. Vernachlässigung und Schummeln kommen vor und sind normal. Immer wieder sollte ihnen vor Augen geführt werden, wie wichtig eine kontinuierliche Therapie ist.

Mitgeschult werden auch Erzieher, Lehrer oder Trainer. Auch diese Menschen müssen Entgleisungen erkennen und wissen, was zu tun ist.

Geschwister

Die veränderte Familiensituation erleben Geschwister oft als Gefahr. Im Mittelpunkt steht das erkrankte Kind. Das kann Wut, Angst und Verunsicherung auslösen. Es besteht die Gefahr des „Schattenkindes“.

Faustregel

Eltern von Anfang an einbeziehen. Kleine Kinder entscheiden mit, Grundschulkinder können nach Anleitung selbst messen und spritzen, Jugendliche managen eigenverantwortlich. Geschwister nicht vergessen.

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Was bedeutet „Schattenkind“?

Ein Geschwisterkind, das neben dem erkrankten Kind in den Hintergrund gerät. Es kann Wut, Angst und Verunsicherung erleben.

Ab welchem Alter können Kinder Blutzucker messen und Insulin selbst spritzen?

Eltern von Anfang an einbeziehen. Kleine Kinder entscheiden mit, Grundschulkinder können nach Anleitung selbst messen und spritzen, Jugendliche managen eigenverantwortlich. Geschwister nicht vergessen.

Im Fall übenMurat Aydın, 49 — die Diagnose