Demenz: Therapie und Medikamente
Im Fall übenFrau Hartmann, 80 — die Zettel in der KücheTherapie
Heilbar ist die Demenz vom Alzheimer-Typ nicht. Anders bei der vaskulären Demenz: Ihr weiterer Verlauf lässt sich aufhalten. Dafür werden die Risikofaktoren minimiert, die zu den arteriosklerotischen Gefäßveränderungen führen, zum Beispiel durch eine Blutdruckeinstellung bei Hypertonie oder eine Stoffwechselkontrolle bei Diabetes mellitus.
Vorübergehend verbessern können die kognitiven Leistungen diese Medikamente:
- Acetylcholinesterasehemmer, zum Beispiel Rivastigmin: Durch sie wird Acetylcholin langsamer abgebaut. Empfohlen sind sie bei Alzheimer-Demenz im leichten bis mittelschweren Stadium. Als wichtigste Nebenwirkungen treten Kopfschmerzen und Schwindel auf, dazu Magen-Darm-Beschwerden wie Diarrhö, Erbrechen, Übelkeit und Appetitlosigkeit.
- der NMDA-Antagonist Memantin: Er blockiert Glutamat. Zugelassen ist er ab mittelschwerer Alzheimer-Demenz. Seine wichtigsten Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Kopfschmerz, Schwindel, Obstipation und Blutdruckerhöhung.
Heilen kann eine Demenz kein Präparat, auch ihr Fortschreiten stoppt keines. Realistisch ist nur, sie etwas zu verzögern.
Wichtig ist auch die Therapie ohne Medikamente, zum Beispiel Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie. Eine grundlegende Maßnahme bei Demenz sind Orientierungshilfen, damit sich der Mensch im Alltag zurechtfindet. Daneben gibt es viele psychosoziale Therapieansätze. Ihr Schwerpunkt liegt auf den psychosozialen Bedürfnissen.
Kein Medikament heilt eine Demenz. Acetylcholinesterasehemmer und Memantin können die kognitiven Leistungen für eine Zeit verbessern. Wichtig sind die Therapie ohne Medikamente, Orientierungshilfen und psychosoziale Therapieansätze.
Teste dich selbst
Auf welche Nebenwirkungen achtest du bei einem Acetylcholinesterasehemmer wie Rivastigmin?
Kopfschmerzen; Schwindel; Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Appetitlosigkeit
Was können Medikamente bei einer Demenz leisten und was nicht?
Kein Medikament heilt eine Demenz. Acetylcholinesterasehemmer und Memantin können die kognitiven Leistungen für eine Zeit verbessern. Wichtig sind die Therapie ohne Medikamente, Orientierungshilfen und psychosoziale Therapieansätze.