Trinkmenge und Salz bei Herzinsuffizienz

Im Fall übenFrau Schmidt — ich brauche nicht viel
Pflege-Wissen

Trinkmenge und Salz

„Viel trinken ist doch gesund“, sagt Frau S. und schenkt sich das vierte Glas Wasser ein. Auf ihrem Nachttisch liegt der Zettel mit der verordneten Trinkmenge.

Hat der Arzt bei einer chronischen Herzinsuffizienz die Flüssigkeitszufuhr beschränkt, achtest du darauf. Eine Dekompensation der Herzinsuffizienz kann die Folge sein, wenn der Mensch zu viel trinkt. Über den Tag sollte die erlaubte Trinkmenge möglichst gleichmäßig verteilt sein. Bei starkem Durst kannst du zum Beispiel Eiswürfel zum Durstlöschen anbieten.

Eine strenge Beschränkung gilt aber nicht für alle. Bei stabiler chronischer Herzinsuffizienz soll sich die Trinkmenge laut Leitlinie danach richten, wie sich das Gewicht kurzfristig verändert und wie die Nieren arbeiten. Ungünstig ist nach Erfahrung der Leitliniengruppe lediglich eine exzessive Aufnahme, ungefähr über 3 Liter. Haben Menschen eine schwere Symptomatik, eine Hypervolämie oder eine Hyponatriämie, kann kurzfristig eine Beschränkung auf 1,5–2 Liter am Tag infrage kommen.

Warum nicht einfach immer beschränken? Die frühere Empfehlung beruhte auf einer Annahme: Eine Beschränkung von Flüssigkeit und Salz verringere Atemnot und Ödeme und senke den Blutdruck. Diesen positiven Effekten steht aber ein erhöhtes Risiko gegenüber, unter anderem für Hyponatriämien. Folgen können Verwirrtheit und Delir, Stürze und Krankenhausaufenthalte sein. Dazu kommen eine verschlechterte Nierenfunktion und eine erhöhte Herzfrequenz.

Salzrestriktion

Zum Salz sagt die Leitlinie: Menschen mit chronischer Herzinsuffizienz sollte keine Salzrestriktion unter 6 g pro Tag empfohlen werden. Für die Allgemeinbevölkerung empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung einen Salzverzehr von 6 g am Tag, das sind ungefähr 1,5 Teelöffel. In der Regel essen Menschen in Deutschland mehr.

Faustregel

Eine ärztlich verordnete Trinkmenge hältst du ein und verteilst sie gleichmäßig über den Tag. Bei stabiler chronischer Herzinsuffizienz ist nach Erfahrung der Leitliniengruppe nur eine exzessive Menge von ungefähr über 3 Litern ungünstig. Eine Salzrestriktion unter 6 g am Tag sollte nicht empfohlen werden.

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„Viel trinken ist doch gesund“, sagt ein Mensch mit Herzinsuffizienz. Was gilt für Trinkmenge und Salz?

ärztlich verordnete Trinkmenge einhalten, gleichmäßig über den Tag verteilen; bei Durst z. B. Eiswürfel; zu viel Flüssigkeit kann zu einer Dekompensation führen; stabil chronisch: Trinkmenge nach Gewicht und Nierenfunktion; ungünstig ist nur exzessiv (ungefähr über 3 Liter); bei schwerer Symptomatik, Hypervolämie oder Hyponatriämie kann kurzfristig eine Beschränkung auf 1,5–2 Liter infrage kommen; keine Salzrestriktion unter 6 g am Tag empfehlen; Risiko Hyponatriämie (Verwirrtheit, Delir, Stürze)

Was gilt bei chronischer Herzinsuffizienz für die Trinkmenge und für Salz?

Eine ärztlich verordnete Trinkmenge hältst du ein und verteilst sie gleichmäßig über den Tag. Bei stabiler chronischer Herzinsuffizienz ist nach Erfahrung der Leitliniengruppe nur eine exzessive Menge von ungefähr über 3 Litern ungünstig. Eine Salzrestriktion unter 6 g am Tag sollte nicht empfohlen werden.

Im Fall übenFrau Schmidt — ich brauche nicht viel