Ernährung und Gewicht bei Herzinsuffizienz

Im Fall übenFrau Schmidt — ich brauche nicht viel
Pflege-Wissen

Ernährung und Gewicht

Frau S. isst nur ein paar Löffel Suppe. „Ich habe als Kind gehungert“, sagt sie. „Ich brauche nicht viel.“

Hat der Mensch keinen Appetit, ist Wunschkost ein gutes Angebot. Mehrere kleine, eiweißreiche Mahlzeiten sind besser als üppige. Nahrungsmittel, die blähen, fettreich oder schwer verdaulich sind, meidet er besser. Wie viele Kalorien er braucht, richtet sich nach seinem Ausgangsgewicht. Ungünstig ist nämlich nicht nur Übergewicht, sondern auch Untergewicht.

Eine spezielle Diät gibt es bei Herzinsuffizienz nicht. Für spezifische Diäten fand die Leitlinie keine Evidenz. Sie verweist auf die Ernährungsempfehlungen für die Allgemeinbevölkerung. Herzkranken Menschen wird eine Ernährung empfohlen, die kaloriengerecht und ballaststoffreich ist, mit viel Obst und Gemüse und wenig gesättigten Fetten.

Gewichtsreduktion bei Übergewicht

Eine Diät mit dem Ziel abzunehmen sollte Menschen mit chronischer Herzinsuffizienz nicht regelhaft empfohlen werden. Bei einer bereits bestehenden Herzinsuffizienz leben Menschen mit Übergewicht oder leichter Adipositas (BMI unter 35) im Vergleich zu Menschen mit normalem BMI sogar länger. Sie müssen auch seltener stationär behandelt werden. Untergewicht und ein ungewollter Gewichtsverlust sind dagegen prognostisch ungünstig. Bei älteren Menschen ist das Risiko einer Gewichtsreduktion unter Umständen vermutlich größer als ihr Nutzen.

Ist die Flüssigkeitszufuhr eingeschränkt, gehört eine Obstipationsprophylaxe dazu. Wenn nötig, wird die Darmtätigkeit angeregt, zum Beispiel mit Macrogol, Laktulose oder Weizenkleie.

Faustregel

Bei Appetitlosigkeit helfen Wunschkost und mehrere kleine, eiweißreiche Mahlzeiten. Eine Diät zum Abnehmen sollte nicht regelhaft empfohlen werden, Untergewicht ist ungünstig. Bei eingeschränkter Trinkmenge denkst du an die Obstipationsprophylaxe.

Teste dich selbst

Ein Mensch mit Herzinsuffizienz isst kaum und hat abgenommen. Was bietest du an, und was gilt fürs Gewicht?

Wunschkost; mehrere kleine, eiweißreiche Mahlzeiten statt üppiger; Blähendes, Fettreiches und schwer Verdauliches meiden; keine spezielle Diät; keine regelhafte Diät zum Abnehmen; Untergewicht und ungewollter Gewichtsverlust sind prognostisch ungünstig; bei eingeschränkter Flüssigkeitszufuhr: Obstipationsprophylaxe

Was hilft bei Appetitlosigkeit, und warum wird Menschen mit Herzinsuffizienz nicht regelhaft zum Abnehmen geraten?

Bei Appetitlosigkeit helfen Wunschkost und mehrere kleine, eiweißreiche Mahlzeiten. Eine Diät zum Abnehmen sollte nicht regelhaft empfohlen werden, Untergewicht ist ungünstig. Bei eingeschränkter Trinkmenge denkst du an die Obstipationsprophylaxe.

Im Fall übenFrau Schmidt — ich brauche nicht viel