Funktionelle Harninkontinenz und Toilettengang

Im Fall übenFrau Hartmann — nachts findet sie den Weg nicht: Scham, Einschätzung, Weg, Profil, Training
Pflege-Wissen

Den Toilettengang möglich machen

Frau Özdemir trägt eine Hose mit sechs kleinen Knöpfen. Bis sie offen ist, ist es zu spät. In der Doku steht seit gestern „inkontinent“.

Hier ist die Hose das Problem. Funktionelle Harninkontinenz heißt: Ein Mensch, der eigentlich kontinent ist, kommt zu spät zur Toilette. Rahmenbedingungen können ihr vorbeugen, und genau da kannst du eingreifen. Passende Kleidung heißt: wenige Knöpfe und die groß, ein Gummibund statt Verschluss an der Hose, gut sitzende Unterwäsche. Die Toilette muss schnell und ohne Stolperfallen erreichbar sein, gut beleuchtet und groß genug zum Drehen. Hilfsmittel wie Toilettengriffe, Sitzerhöhung, Gehhilfen oder ein Toilettenstuhl sollen den Gang so weit wie möglich selbstständig machen. Und du wartest nicht auf die Klingel: Wer Unterstützung braucht, bekommt sie in regelmäßigen Abständen aktiv angeboten.

Faustregel

Bevor du „inkontinent“ schreibst, prüf die Knöpfe, den Weg und das Licht. Gute Rahmenbedingungen beugen der funktionellen Harninkontinenz vor.

Teste dich selbst

Frau Özdemir wird als „inkontinent“ dokumentiert. Was prüfst du vorher?

Funktionelle Harninkontinenz: Kleidung (wenige und große Knöpfe, Gummibund, gut sitzende Unterwäsche), Weg zur Toilette (kurz, stolperfrei, beleuchtet, groß genug zum Drehen), Hilfsmittel (Griffe, Sitzerhöhung, Gehhilfe, Toilettenstuhl), proaktives Angebot in regelmäßigen Abständen. Bei Desorientierung zusätzlich Erinnerung und Beschilderung mit Bildern.

Frau Özdemir schafft es nicht rechtzeitig. Was prüfst du zuerst?

Bevor du „inkontinent“ schreibst, prüf die Knöpfe, den Weg und das Licht. Gute Rahmenbedingungen beugen der funktionellen Harninkontinenz vor.

Im Fall übenFrau Hartmann — nachts findet sie den Weg nicht: Scham, Einschätzung, Weg, Profil, Training