Harnwege und Kontinenz: Harnblase und Beckenboden
Im Fall übenFrau Hartmann — nachts findet sie den Weg nicht: Scham, Einschätzung, Weg, Profil, TrainingHarnwege und Kontinenz
- 1 Niere
- 2 Nierenbecken
- 3 Harnleiter
- 4 Harnblase
- 5 Harnröhre der Frau: 4–5 cm, gerade
- 6 Prostata
- 7 Harnröhre des Mannes: ca. 20 cm
- 8 Beckenboden
Den Urin bildet die Niere. Über die ableitenden Harnwege verlässt er den Körper:
- Nierenbecken
Das Nierenbecken (Pelvis renalis) liegt zentral in der Niere. Es fängt den Harn auf. Am Nierenhilum geht es in den Harnleiter über.
- Harnleiter
Die Harnleiter (Ureteren) ziehen von der rechten und der linken Niere zur Harnblase. Ein Harnleiter ist jeweils ca. 25–30 cm lang.
- Harnblase
Im kleinen Becken liegt die Harnblase (Vesica urinaria). Hinter der Schambeinfuge (Symphyse) liegt sie, wenn sie leer oder mäßig gefüllt ist. Wenn sie stärker gefüllt ist, ragt sie in Richtung Nabel über die Schambeinfuge hinaus.
- Harnröhre
Am Blasenhals beginnt die Harnröhre (Urethra), an der äußeren Harnröhrenöffnung endet sie. Bei der Frau verläuft sie gerade und ist nur 4–5 cm lang. Beim Mann ist sie mit ca. 20 cm deutlich länger und verläuft in 2 Krümmungen.
Damit sich die Blasenwand dehnen kann, liegt die Schleimhaut der leeren Blase in vielen Falten. Bei Füllung verstreichen sie. Die Muskelschicht der Blasenwand heißt M. detrusor vesicae.
Den Urin in der Blase zurückhalten können, das ist Kontinenz. Dafür sind drei Strukturen verantwortlich:
- der innere Harnröhrensphinkter (Schließmuskel) im Blasenhals
- der äußere Harnröhrensphinkter: Er liegt am Durchtritt der Harnröhre durch den Beckenboden und kann willentlich gesteuert werden.
- die Beckenbodenmuskulatur
Schon bei 150–300 ml Urin in der Blase setzt der Harndrang ein. Bei der Harnblasenentleerung (Miktion) zieht sich der M. detrusor vesicae zusammen. Der innere Harnröhrensphinkter erschlafft, und der äußere Harnröhrensphinkter wird weit gestellt.
Etwa ab dem 3. Lebensjahr lässt sich die Entleerung der Blase steuern. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Miktionszentrum im Gehirn. Der Harndrang wird dort bewusst wahrgenommen, und es wird entschieden: Kontinenz oder Miktion. Bei Säuglingen, Kleinkindern oder Menschen, die die Miktion nicht beeinflussen können, steuert ein Reflex die Urinabgabe.
Die Harnröhre der Frau ist deutlich kürzer, und ihre Öffnung liegt nahe am After. Deshalb bekommen Frauen deutlich häufiger einen Harnwegsinfekt als Männer.
Der Urin fließt von der Niere über Nierenbecken, Harnleiter und Harnblase in die Harnröhre. In der Blase halten ihn der innere und der äußere Harnröhrensphinkter und die Beckenbodenmuskulatur zurück.
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Welchen Weg nimmt der Urin, und welche Strukturen sind für die Kontinenz verantwortlich?
Niere → Nierenbecken → Harnleiter → Harnblase → Harnröhre; Kontinenz: innerer Harnröhrensphinkter, äußerer Harnröhrensphinkter (willentlich steuerbar), Beckenbodenmuskulatur; Harnröhre der Frau 4–5 cm, des Mannes ca. 20 cm; Frauen bekommen deutlich häufiger Harnwegsinfekte.
Welchen Weg nimmt der Urin, und was hält ihn in der Blase zurück?
Der Urin fließt von der Niere über Nierenbecken, Harnleiter und Harnblase in die Harnröhre. In der Blase halten ihn der innere und der äußere Harnröhrensphinkter und die Beckenbodenmuskulatur zurück.