Obstipation in der Palliativpflege
Im Fall übenLydia Schmidt, 86 — Die letzten TageObstipation
Auch in der letzten Lebensphase kann eine Obstipation erheblich belasten und zu Übelkeit führen. Menschen am Lebensende sind besonders gefährdet, denn:
- sie trinken und essen oft nur wenig
- sie sind in ihrer Bewegung eingeschränkt
- sie erhalten oft eine Analgesie mit Opioiden
Du solltest deshalb frühzeitig Maßnahmen einleiten und den zuständigen Arzt auf Abführmittel (Laxanzien) ansprechen. Wird die Opioiddosis erhöht, sollte auch an eine höhere Laxanziendosis gedacht werden. Die Obstipationsprophylaxe passt du der Belastbarkeit und Lebenssituation des Menschen an.
Sanfte Alternativen zu den bekannten Abführmitteln sind:
- Milch-Honig-Einlauf: Dafür brauchst du 500 ml H-Milch, nicht fettarm, und etwa 25 g Honig, außerdem ein hohes Gefäß, einen Sekretbeutel ohne Ablaufventil und ein Darmrohr. Die Milch wird leicht erwärmt, der Honig darin aufgelöst. Das Fett der Milch macht den Stuhl weicher, sodass er besser gleitet. Im Darm hält der Honig Flüssigkeit. Der Einlauf ist schonend und kostengünstig.
- Kolonmassage: Sie kann bei einer Obstipation helfen. Ein Physiotherapeut oder eine geschulte Pflegefachperson massiert dabei vorsichtig die Bauchdecke, in Richtung der Dickdarmpassage. Langsam kreisend geht es im Uhrzeigersinn über den aufsteigenden, den querverlaufenden und den absteigenden Darm. Das regt den Darm an, den Inhalt richtig weiterzutransportieren.
- Bei Blähungen: Leidet der Mensch unter einem stark aufgeblähten Bauch mit Übelkeit und Völlegefühl, kann eine Darmmassage mit Vier-Winde-Öl angeboten werden.
Wenig Essen und Trinken, Bewegungsmangel und Opioide machen Sterbende besonders anfällig für eine Obstipation. Du sprichst früh den Arzt auf Laxanzien an, besonders wenn die Opioiddosis steigt.
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Wie wirkt der Milch-Honig-Einlauf?
Das Fett der Milch macht den Stuhl weicher, sodass er besser gleitet.; Im Darm hält der Honig Flüssigkeit.
Warum sind Menschen am Lebensende besonders gefährdet für eine Obstipation?
Wenig Essen und Trinken, Bewegungsmangel und Opioide machen Sterbende besonders anfällig für eine Obstipation. Du sprichst früh den Arzt auf Laxanzien an, besonders wenn die Opioiddosis steigt.