Aspiration vermeiden und Mundpflege

Im Fall übenHerr Russo — Pneumonie, und er will heim
Pflege-Wissen

Aspiration vermeiden

Frau H. isst im Bett halb liegend. Beim Trinken verschluckt sie sich und hustet lange.

Ein erhöhtes Risiko haben Menschen mit Dysphagie, Menschen mit Bewusstseinseinschränkungen und körperlich geschwächte Menschen: Bei ihnen gelangen Nahrung oder Speichel leichter versehentlich in die Atemwege (Aspiration). Eine „stille Aspiration“ ist besonders gefährlich, zum Beispiel von Magensekret während des Schlafs. Die Aspiration ist ein zentraler Risikofaktor für nosokomiale Pneumonien.

Aspiration vermeiden (A in LISA):

  • Orale Ernährung: Du erhältst sie so lange wie möglich oder beginnst sie so früh wie möglich wieder. Wer oral ernährt wird, ist in der Regel wacher als ein Mensch mit (par)enteraler Ernährung.
  • Aufrecht essen: Zum Essen mobilisierst du ihn in eine aufrechte Position. Deine Zuwendung beim Essen bedeutet mehr Reize, und die fördern das Bewusstsein und zugleich das Atmen.
  • Dysphagie: Bei einer Schluckstörung und Aspirationsrisiko wird abgewogen, ob die orale Ernährung eingestellt wird, dann für möglichst kurze Zeit.
  • Zeit lassen: Du lässt ihm beim Essen Zeit.
  • Unterstützen: Hat er eine Schluckstörung oder eine Bewusstseinseinschränkung, unterstützt du ihn bei der Nahrungs- und der Medikamenteneinnahme.

Infektionen vermeiden (I in LISA): Eine gute Mundhygiene senkt das Pneumonierisiko, das belegen Studien bei älteren Menschen in Pflegeeinrichtungen. Die Mundpflege soll die natürliche Mundflora erhalten. Für ältere Menschen im Krankenhaus, besonders mit Schlaganfall oder nach einer Operation, werden unter anderem regelmäßige Mundpflege und Schlucktraining empfohlen.

Faustregel

Gegen Aspiration: so lange wie möglich oral ernähren, zum Essen aufrecht positionieren, Zeit lassen und bei Schluckstörung beim Essen und bei Medikamenten unterstützen. Bei älteren Menschen in Pflegeeinrichtungen senkt eine gute Mundhygiene das Pneumonierisiko.

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Frau H. isst halb liegend und verschluckt sich beim Trinken. Was änderst du?

sie zum Essen aufrecht positionieren; ihr Zeit lassen; sie beim Essen und bei der Einnahme von Medikamenten unterstützen; orale Ernährung erhalten, bei Dysphagie wird abgewogen; bei älteren Menschen in Pflegeeinrichtungen senkt eine gute Mundhygiene das Pneumonierisiko

Wie vermeidest du eine Aspiration, und welche Rolle spielt die Mundpflege für die Pneumonieprophylaxe?

Gegen Aspiration: so lange wie möglich oral ernähren, zum Essen aufrecht positionieren, Zeit lassen und bei Schluckstörung beim Essen und bei Medikamenten unterstützen. Bei älteren Menschen in Pflegeeinrichtungen senkt eine gute Mundhygiene das Pneumonierisiko.

Im Fall übenHerr Russo — Pneumonie, und er will heim