Pflegeprozess bei rheumatoider Arthritis

Im Fall übenFrau Albrecht — der Schub
Pflege-Wissen

Pflegeanamnese bei chronischem Verlauf

Zwei Aufnahmen am selben Tag: Frau A. lebt seit zwölf Jahren mit ihrer Diagnose. Herr C. hat sie vor drei Wochen bekommen. Beide haben eine rheumatoide Arthritis.

Dieselbe Diagnose, zwei völlig verschiedene Pflegeanamnesen.

Für Pflegende ist wichtig zu wissen, wo sie den Patienten abholen. Hat er schon viele Behandlungsversuche mit mehr oder weniger Erfolg hinter sich, wie es bei rheumatoider Arthritis häufig vorkommt? Oder muss er sich mit einer neu gestellten Diagnose auseinandersetzen? In der Pflegeanamnese sammelst du die Informationen strukturiert und systematisch. Sie steht am Anfang des Pflegeprozesses. Die orientierenden Fragen betreffen deshalb drei Dinge: den Informationsstand zur Erkrankung, die bisherigen Erfahrungen und die Ängste.

Zeigt sich dabei ein Wissensdefizit zu Ursache, Verlauf, Hilfs- und Behandlungsmöglichkeiten, beantwortest du alle Fragen, soweit es dir möglich ist. Was in die Zuständigkeit anderer fällt, gibst du weiter, indem du den Kontakt vermittelst.

Das zentrale Pflegeproblem ist bei den meisten die schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit, die alle Lebensbereiche beeinflusst. Angesichts des chronischen Verlaufs geht es darum, Beweglichkeit und damit Selbstständigkeit durch aktivierende Pflege bestmöglich zu erhalten. Daraus folgt für die Ziele: Im akuten Schub heißt das Ziel anders als im beschwerdearmen Intervall. Wer im Schub dasselbe Bewegungsziel stehen lässt wie im Intervall, plant an der Wirklichkeit vorbei.

Für die Dokumentation der Gelenke gibt es ein eigenes Werkzeug: das Männchen-Schema. Eine genaue Dokumentation der Beschwerden und Funktionseinschränkungen aller Gelenke ist die Voraussetzung dafür, Krankheitsverlauf und Therapieeffekte überhaupt beurteilen zu können. Für die Schmerzseite gilt der Expertenstandard: Du beteiligst dich aktiv und gemeinsam mit den anderen Berufsgruppen und dem Menschen mit Schmerzen an der Entwicklung oder Überprüfung eines individuellen Behandlungsplans, der medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen enthält.

Faustregel

Bei chronischem Verlauf beginnt die Pflegeanamnese damit, wo du den Patienten abholst: Informationsstand, bisherige Erfahrungen, Ängste. Und die Pflegeziele im akuten Schub sind andere als im beschwerdearmen Intervall.

Teste dich selbst

Zwei Patienten mit derselben Diagnose, einer seit zwölf Jahren, einer seit drei Wochen. Was unterscheidet deinen Pflegeprozess?

Wissen, wo man den Patienten abholt: viele Behandlungsversuche hinter sich oder Auseinandersetzung mit einer neuen Diagnose? Orientierende Fragen der Pflegeanamnese betreffen Informationsstand zur Erkrankung, bisherige Erfahrungen und Ängste. Bei Wissensdefiziten zu Ursache, Verlauf, Hilfs- und Behandlungsmöglichkeiten alle Fragen beantworten, soweit möglich; sonst Kontakt vermitteln. Zentrales Problem ist die eingeschränkte Beweglichkeit: schmerzhaft, und in allen Lebensbereichen spürbar. Ziel ist der bestmögliche Erhalt von Beweglichkeit und Selbstständigkeit durch aktivierende Pflege. Pflegeziele im akuten Schub unterscheiden sich von denen im Intervall. Dokumentation der Gelenke im Männchen-Schema, denn erst die genaue Dokumentation aller Gelenke macht Krankheitsverlauf und Therapieeffekte beurteilbar. Schmerzseite nach Expertenstandard: aktive Beteiligung an einem individuellen Behandlungsplan mit medikamentösen und nicht-medikamentösen Maßnahmen.

Womit beginnt die Pflegeanamnese bei einem chronischen Verlauf, und was unterscheidet die Pflegeziele im Schub von denen im Intervall?

Bei chronischem Verlauf beginnt die Pflegeanamnese damit, wo du den Patienten abholst: Informationsstand, bisherige Erfahrungen, Ängste. Und die Pflegeziele im akuten Schub sind andere als im beschwerdearmen Intervall.

Im Fall übenFrau Albrecht — der Schub