Rheuma: wer im Team übernimmt

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Pflege-Wissen

Interdisziplinäres Team

Frau A. hält einen Stapel Arztbriefe hoch: „Wer ist denn jetzt eigentlich zuständig? Ich habe drei Ärzte und zwei Therapeuten.“

Gute Frage. Und die Antwort ist zugleich eine deiner Aufgaben.

Gesteuert wird die Behandlung von Rheumatologinnen und Rheumatologen. Gemeint sind damit Fachärzte für Innere Medizin und Rheumatologie. Sie wählen die medikamentöse Therapie gemeinsam mit den Betroffenen aus und kennen die Nebenwirkungen der Substanzen. Das gesamte Management der Begleiterkrankungen und der Laborkontrollen können sie aus Kapazitätsgründen aber nicht übernehmen. Deshalb ist die hausärztliche Primärversorgung regelhaft eingebunden.

Je nach Krankheitsbild kommen dazu: (1) Physiotherapie, (2) Sporttherapie, (3) Ergotherapie, (4) Orthopädie, (5) Sozialarbeit, (6) Psychologie und (7) die Pflege. Beide Leitlinien nennen Pflegekräfte ausdrücklich als Mitglied dieses multidisziplinären Teams. Das ist keine Höflichkeit, sondern eine Zuständigkeit.

Die Pflege gehört ausdrücklich zum Team. Die Leitlinie formuliert es so: Die gemeinsame ambulante Betreuung durch Haus- und Fachärzte, wo vorhanden unterstützt durch speziell geschulte Pflegekräfte, sichert die bestmögliche Überwachung der Therapie: auf Wirksamkeit und auf unerwünschte Wirkungen. Dasselbe gilt für das schnelle Erkennen von Komplikationen.

Das „wo vorhanden“ beschreibt die Versorgungsrealität, nicht deinen Auftrag. Wo du dabei bist, gehört die Überwachung zu deinen Aufgaben.

Praktisch heißt das: beobachten und dokumentieren, die Therapie überwachen, anleiten, koordinieren. Und: Fällt eine Frage nicht in deine Zuständigkeit, beantwortest du sie nicht selbst, sondern vermittelst den passenden Kontakt: ein Gespräch mit der Ärztin, einen Termin beim Sozialdienst.

Faustregel

Die Rheumatologie steuert, die Hausarztpraxis übernimmt Laborkontrollen und Begleiterkrankungen, und die Pflege ist Teil des Teams: beobachten, Therapie überwachen, anleiten, koordinieren. Und Fragen weitervermitteln, die nicht in deine Zuständigkeit fallen.

Teste dich selbst

Eine Patientin fragt, wer bei ihrer rheumatoiden Arthritis eigentlich wofür zuständig ist. Wie erklärst du das Team?

Steuerung: Rheumatolog:innen, also Fachärzte für Innere Medizin und Rheumatologie. Sie wählen die medikamentöse Therapie gemeinsam mit der Patientin aus. Laborkontrollen und Begleiterkrankungen liegen regelhaft bei der hausärztlichen Primärversorgung. Dazu je nach Bedarf Physiotherapie, Sporttherapie, Ergotherapie, Orthopädie, Sozialarbeit und Psychologie. Die Pflege ist in beiden Leitlinien ausdrücklich Teil des multidisziplinären Teams: beobachten; Therapie auf Wirksamkeit und unerwünschte Wirkungen überwachen; Komplikationen früh erkennen; anleiten, koordinieren Fragen außerhalb der eigenen Zuständigkeit nicht selbst beantworten, sondern Kontakt vermitteln (Arztgespräch, Sozialdienst).

Wer steuert die Rheuma-Behandlung, wer macht die Laborkontrollen? Und was ist deine Rolle dazwischen?

Die Rheumatologie steuert, die Hausarztpraxis übernimmt Laborkontrollen und Begleiterkrankungen, und die Pflege ist Teil des Teams: beobachten, Therapie überwachen, anleiten, koordinieren. Und Fragen weitervermitteln, die nicht in deine Zuständigkeit fallen.

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