Knochen: Osteoblasten und Osteoklasten

Im Fall übenFrau Hartmann, 79 — der Sturz im Bad
Pflege-Wissen

Auffrischer: Knochenauf- und -abbau

„Meine Knochen sind doch nicht aus Zucker“, sagt Frau H. Doch: Knochen ist kein fertiges Material. Er wird jeden Tag ab- und wieder aufgebaut.

Knochengewebe ist das härteste Bindegewebe des Körpers: fest gegen Zug, Druck und Scherkräfte. Zugleich ist es der Kalziumspeicher des Körpers: Rund 99 % allen Kalziums liegen in den Knochen. Seine Festigkeit kommt aus der Extrazellulärmatrix: etwa 45 % anorganische Mineralsalze (vor allem Hydroxylapatit, eine Form des Kalziumphosphats), rund 30 % organische Kollagenfibrillen vom Typ I, dazu Wasser.

Knochen ist nie fertig: Er wird ein Leben lang umgebaut. Dafür sorgen drei Zellarten. Die dritte, die Osteozyten, entsteht aus Osteoblasten. Sie sitzt in kleinen Höhlen (Lakunen) und misst wahrscheinlich die Belastung des Knochens (Mechanosensoren):

Osteoblasten: Aufbau
Osteoklasten: Abbau
Aufgabe
stellen die Grundsubstanz des Knochens her und die Vorstufe des Kollagens. Die Matrix mineralisiert nach etwa zwei Tagen
bauen die verkalkte Interzellularsubstanz ab. Verwandt mit den Makrophagen, bis zu 50 Zellkerne
Was sie steuert
Belastung des Knochens aktiviert sie
ihre Botenstoffe kommen unter anderem von den Osteoblasten. Auf- und Abbau halten sich die Waage
Im Alter
mit steigendem Alter werden sie weniger
der Abbau überwiegt: Osteopenie, bei stärkerem Verlust Osteoporose

Gesteuert wird der Umbau über Hormone: Östrogene hemmen die Bildung von Osteoklasten und aktivieren die Osteoblasten. Glukokortikoide bremsen den Knochenaufbau, weil sie die Bildung von Osteoblasten hemmen.

Osteopenie oder Osteoporose

Im Alter sinkt die Knochendichte, weil mehr Knochen abgebaut als aufgebaut wird. Dieser normale Vorgang heißt Osteopenie. Geht der Verlust über das normale Maß hinaus, heißt das Osteoporose. Vorwiegend trifft es Frauen nach den Wechseljahren (sinkende Östrogenbildung). Auch eine Glukokortikoid-Langzeittherapie (als Nebenwirkung) oder fehlende Belastung, etwa bei Bettlägerigkeit, kann eine Osteoporose auslösen.

Faustregel

Knochen wird ständig umgebaut: Osteoblasten bauen auf, Osteoklasten ab. Belastung und Östrogene stärken den Aufbau. Alter, Glukokortikoide und Bettlägerigkeit schwächen ihn. Wenn der Abbau überwiegt, sinkt die Knochendichte: Osteopenie, dann Osteoporose.

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Warum hat eine 79-Jährige nach den Wechseljahren weniger stabile Knochen als mit 40?

Knochen wird stetig umgebaut: Osteoblasten bilden Grundsubstanz und Kollagenvorstufe (aktiviert durch Belastung, im Alter weniger).; Osteoklasten bauen die verkalkte Substanz ab.; Osteozyten messen die Belastung. Östrogene hemmen die Bildung von Osteoklasten und aktivieren die Osteoblasten. Nach den Wechseljahren sinkt die Östrogenbildung, der Abbau überwiegt. Normal ist das als Osteopenie. Über das normale Maß hinaus heißt es Osteoporose. Auch Glukokortikoide (hemmen Osteoblasten) und fehlende Belastung bei Bettlägerigkeit fördern den Verlust. Knochen ist Kalziumspeicher (99 %). Seine Festigkeit kommt vom Hydroxylapatit auf Kollagenfibrillen.

Welche Zellen bauen Knochen auf, welche ab? Und was kippt das Gleichgewicht Richtung Osteoporose?

Knochen wird ständig umgebaut: Osteoblasten bauen auf, Osteoklasten ab. Belastung und Östrogene stärken den Aufbau. Alter, Glukokortikoide und Bettlägerigkeit schwächen ihn. Wenn der Abbau überwiegt, sinkt die Knochendichte: Osteopenie, dann Osteoporose.

Im Fall übenFrau Hartmann, 79 — der Sturz im Bad