Fraktur: was eine Fraktur ist

Im Fall übenFrau Hartmann, 79 — der Sturz im Bad
Pflege-Wissen

Auffrischer: Was eine Fraktur ist

Das Röntgenbild von Frau H. liegt auf dem Bildschirm. Die Ärztin sagt: „Mediale Schenkelhalsfraktur, disloziert.“ Drei Wörter, und jedes entscheidet über die Behandlung.

Eine Fraktur (Knochenbruch) ist eine Kontinuitätsunterbrechung des Knochens: Zwei oder mehr Bruchstücke (Fragmente) sind durch einen Bruchspalt getrennt. Wenn sie gegeneinander verschoben sind, ist die Fraktur disloziert. Wenn die Kontinuität teilweise erhalten bleibt, ist sie inkomplett (Fissur, beim Kind Grünholzfraktur).

Eingeteilt wird nach Merkmalen, die über die Therapie mitentscheiden:

  • Ursache: traumatisch durch Krafteinwirkung (Sturz), pathologisch bei geschwächtem Knochen (Osteoporose, Tumor), Ermüdungsfraktur bei wiederkehrender Belastung.
  • Gewebsbeteiligung: geschlossen oder offen (mit Verbindung zur Außenwelt, also Eintrittspforte für Erreger), mit oder ohne Gelenkbeteiligung.
  • Dislokation: Seitenverschiebung, Verkürzung, Verlängerung, Stauchung, Achsenknick, Rotation.
  • Verlauf der Frakturlinie: Quer-, Schräg-, Spiral-, Längsfraktur, T- oder Y-förmig. Fragmentzahl: einfach oder Mehrfragment-, Stück-, Trümmerfraktur.

Die Diagnose sichert das Röntgenbild in zwei Ebenen. Ziel jeder Behandlung ist, Funktion und Mobilität früh wiederherzustellen. Die Behandlung steht auf drei Pfeilern:

  1. Reposition

    Die Knochenfragmente werden in die korrekte anatomische Position zurückgebracht. Das geschieht so früh wie möglich, damit Nerven, Gefäße, Muskeln und Haut wenig Schaden nehmen. Geschlossen unter Schmerzausschaltung oder offen im OP.

  2. Retention

    Die Fraktur wird in dieser Stellung ruhiggestellt: konservativ von außen (Gips, Schiene, selten Extension) oder operativ von innen (Osteosynthese mit Schrauben, Platte, Nagel oder eine Endoprothese).

  3. Rehabilitation

    Rasche Mobilisation, meist mit Physiotherapie, damit die Folgen längerer Immobilität ausbleiben: Muskel- und Knochenabbau, Thrombose, Kontrakturen.

Faustregel

Fraktur = Kontinuitätsunterbrechung. Entscheidend sind Ursache (traumatisch, pathologisch, Ermüdung), offen oder geschlossen, disloziert oder nicht. Die Behandlung hat drei Pfeiler: Reposition, Retention, Rehabilitation.

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„Mediale Schenkelhalsfraktur, disloziert“: Was sagen diese Wörter über Bruch und Behandlung?

Fraktur = Kontinuitätsunterbrechung des Knochens, Fragmente durch einen Bruchspalt getrennt. Disloziert = gegeneinander verschoben. Einteilung nach Ursache (traumatisch, pathologisch bei Osteoporose/Tumor, Ermüdung), Gewebsbeteiligung (offen/geschlossen, Gelenk), Dislokation, Frakturlinie, Fragmentzahl, Vollständigkeit. Diagnose: Röntgen in zwei Ebenen. Behandlung auf drei Pfeilern: Reposition (Fragmente früh in die anatomische Position); Retention (Ruhigstellung konservativ mit Gips/Schiene oder operativ mit Osteosynthese/Endoprothese); Rehabilitation (rasche Mobilisation gegen Muskel- und Knochenabbau, Thrombose, Kontrakturen)

Was ist eine Fraktur? Wonach wird sie eingeteilt? Und wie heißen die drei Pfeiler der Frakturbehandlung?

Fraktur = Kontinuitätsunterbrechung. Entscheidend sind Ursache (traumatisch, pathologisch, Ermüdung), offen oder geschlossen, disloziert oder nicht. Die Behandlung hat drei Pfeiler: Reposition, Retention, Rehabilitation.

Im Fall übenFrau Hartmann, 79 — der Sturz im Bad