Neurologische Rehabilitation: Phasen A bis F

Im Fall übenHerr Aydın, 77 — allein ans Waschbecken
Pflege-Wissen

Informieren, Schulen, Anleiten, Beraten

Frau T. fragt: „Wie geht es weiter, wenn er nach Hause kommt? Ich weiß nicht, ob ich das schaffe.“

In Deutschland wird die neurologische Rehabilitation in die Phasen A bis F unterteilt:

  1. Phase A

    Akutversorgung

  2. Phase B

    Frührehabilitation

  3. Phase C

    weiterführende Rehabilitation

  4. Phase D

    Anschlussrehabilitation, früher Anschlussheilbehandlung (AHB)

  5. Phase E

    Nachsorge und berufliche Rehabilitation

  6. Phase F

    Langzeitpflege bei anhaltend hoher Pflegebedürftigkeit, die aktiviert und den Zustand erhält

Schon bei der Aufnahme fragst du nach dem häuslichen Umfeld. Im persönlichen Gespräch, auch mit seinen Angehörigen, wird ermittelt, welche Versorgung er nach der Entlassung braucht, zum Beispiel eine Anschlussrehabilitation oder eine geriatrische Rehabilitation. Die Indikation klärt die Ärztin. Die Koordination mit Heim, Kurzzeitpflege oder häuslicher Versorgung übernimmt ein Case Manager oder der Sozialdienst, mit Blick auf die Wünsche des Menschen.

Schon im Krankenhaus kannst du Angehörige in die Pflege einbeziehen und anleiten. Inhalte einer Schulung können zum Beispiel sein:

  • grundpflegerische Versorgung
  • Positionierung und Mobilisation
  • Ausscheidung, Katheterversorgung, Auswahl der Inkontinenzartikel
  • Umgang mit PEG-Sonde und Sondenkost
  • Prophylaxen gegen Dekubitus, Thrombose, Pneumonie und Kontrakturen

Im ambulanten Setting gibt es eine individuelle Schulung nach § 45 SGB XI. Die Kosten trägt die Pflegekasse, auch wenn noch kein Pflegegrad bewilligt ist. Du weist außerdem auf Hilfsangebote hin, zum Beispiel Hausnotruf, Ernährungsberatung der Krankenkassen, Sport nach ärztlicher Absprache, Selbsthilfegruppen, Begegnungsangebote und finanzielle Unterstützung wie Pflegegeld oder Schwerbehindertenausweis.

Faustregel

Die Entlassung beginnt bei der Aufnahme: Du fragst nach dem häuslichen Umfeld und leitest Angehörige schon im Krankenhaus an. Ambulant gibt es eine Schulung nach § 45 SGB XI, auch ohne Pflegegrad.

Teste dich selbst

Frau T. weiß nicht, ob sie die Pflege zu Hause schafft. Worauf weist du sie hin?

Anleitung schon im Krankenhaus, zum Beispiel zu Positionierung, Mobilisation und Prophylaxen; individuelle Schulung nach § 45 SGB XI, bezahlt von der Pflegekasse, auch ohne Pflegegrad; Hilfsangebote wie Hausnotruf, Selbsthilfegruppen, Pflegegeld

Welche Phasen hat die neurologische Rehabilitation, und wie bereitest du Angehörige auf die Zeit zu Hause vor?

Die Entlassung beginnt bei der Aufnahme: Du fragst nach dem häuslichen Umfeld und leitest Angehörige schon im Krankenhaus an. Ambulant gibt es eine Schulung nach § 45 SGB XI, auch ohne Pflegegrad.

Im Fall übenHerr Aydın, 77 — allein ans Waschbecken