Schmerzen bei älteren Menschen

Im Fall übenHerr Al-Khatib — „Unten drückt es so“
Pflege-Wissen

Schmerzen im Alter

Frau H., 86, sagt beim Waschen: „Mir ist heute nicht so wohl.“ Als du nachfragst, zeigt sie auf ihre Hüfte.

Viele alte Menschen leiden an Schmerzen. Am häufigsten sind Neuropathien und Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats die Ursache. Über ihre Schmerzen reden ältere Menschen aber oft kaum, weil sie glauben, Schmerzen gehörten zum Alter. Deshalb fragst du gezielt nach.

Manchmal umschreiben sie selbst starke Schmerzen nur, zum Beispiel mit „Ziehen“, „Ziepen“, „Wehtun“ oder „Mir geht es nicht so gut“. Darauf hörst du genau. Das sind deine Aufgaben:

  • nach Schmerzen mit Wörtern fragen, die der Mensch kennt
  • ihm in passender Sprache erklären, wie er mit der Schmerzskala umgeht
  • darauf achten, dass er die Skala trotz Seh- oder Hörstörungen gut versteht und nutzen kann

Ist er kognitiv nicht eingeschränkt, kannst du so vorgehen wie bei anderen Erwachsenen und zum Beispiel die NRS nutzen. Selbsteinschätzung vor Fremdeinschätzung gilt auch bei leichter oder mittlerer Demenz. Diese Menschen brauchen dafür manchmal etwas mehr Zeit, und du erklärst ihnen die Skala jedes Mal neu.

Enger Spielraum

Ältere Menschen melden Schmerzen oft spät, und sie halten Schmerzen schlechter aus (herabgesetzte Schmerztoleranz). Für das Schmerzmanagement bleibt dadurch weniger Spielraum. Schmerzspitzen müssen vermieden werden, und sie müssen schnell oder oft schon vorbeugend behandelt werden.

Faustregel

Ältere Menschen sprechen oft nicht über Schmerzen oder umschreiben sie. Du fragst gezielt mit ihren Worten nach. Auch bei leichter bis mittlerer Demenz gilt Selbsteinschätzung vor Fremdeinschätzung.

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Mit welchen Worten umschreiben ältere Menschen oft Schmerzen?

„Ziehen“ oder „Ziepen“; „Wehtun“; „Mir ist nicht wohl“ oder „Mir geht es nicht so gut“

Warum fragst du ältere Menschen gezielt nach Schmerzen?

Ältere Menschen sprechen oft nicht über Schmerzen oder umschreiben sie. Du fragst gezielt mit ihren Worten nach. Auch bei leichter bis mittlerer Demenz gilt Selbsteinschätzung vor Fremdeinschätzung.

Im Fall übenHerr Al-Khatib — „Unten drückt es so“